Johan Inger: «Position of Elsewhere»
Eine leere Bühne in monochronem Grau, darüber ein gewaltiger Kronleuchter. Das Licht fällt gerade herab, bildet scharf abgegrenzte Ringe auf dem Boden, die an die strikten Linien von Mondrian-Kostümen in der 1960ern erinnern. Die Tänzer erobern die Bühne in kleinen Gruppen, ihre Bewegungen sind synchronisiert, klassische Ballettpositionen sind angedeutet, doch immer schert einer aus. Die Symmetrie wird gebrochen, das Licht ändert seinen Einfallswinkel, die Tänzer lösen sich aus ihren Formationen.
Mit «Position of Elsewhere» gibt Johan Inger seinen Ausstand als künstlerischer Leiter des Cullberg Balletts. Der Titel könnte auch sein Lebensmotto sein. Nach fünf Jahren bei Cullberg kündigte Inger im letzten Sommer. Seine Position im Anderswo will er nun als freier Choreograf suchen, doch nicht, ohne die verlässlichen Koordinaten aufzugeben, wie sie die Zusammenarbeit mit Jens Sethzman und Jean-Louis Huhta darstellen. Schon beim ersten abendfüllenden Werk für das Cullberg Ballett, «Point of Eclipse», 2007, standen sie für Lichtdesign und Musik. Diesmal spielt Huhta mit einem Klangteppich aus Geräuschen und elektronischen Loops, der dem Tanz Raum lässt. Sethzman lotet die Möglichkeiten ...
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