micha purucker...
Micha Purucker, das Gelände schwere reiter an der Ecke Dachauer Straße und Schwere-Reiter-Straße wurde der Kunst zugeschlagen. Das gilt als eine der jüngsten Großtaten der Münchner Kulturpolitik. Die freie Tanzszene probt, tritt hier auf, im vergangenen Sommer fand das Festival «Rodeo» statt, Sie haben kürzlich Ihren Abend «Assorted Oddities» in der ehemaligen Kaserne aufgeführt.
Die – so hört man von der Stadt – einerseits bald abgerissen werden soll, andererseits soll hier ein «Kreativquartier» entstehen, und wenn die Olympischen Winterspiele 2018 kommen sollten, sieht eh alles anders aus. Oder?
Es gibt sehr viele Versionen und großen ökonomischen Druck, das ist immer das Gleiche. Unter dem Begriff Kreativquartier versteht jeder etwas anderes. Der Investor denkt, prima, da machen wir eine schräge Bar, setzen Werbe- und PR-Menschen rein, dann sagen die Leute nicht mehr, ich wohne auf dem Militärgelände, sondern im Kreativquartier. Den Künstlern hier geht es darum, den Zipfel festzuhalten, den sie haben, oder einen zu bekommen, wenn sie noch keinen haben: Sicher ist nur, irgendjemand wird in diesem offensichtlich notwendigen Kuddelmuddel sehr viel Geld verdienen.
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Tanz April 2011
Rubrik: menschen, Seite 20
von Katja Schneider
3sat
23. April, 20.15h: Aterballetto tanzt «Come un respiro» und «Le sacre du printemps», Ch.: Mauro Bigonzetti, eine Aufzeichnung aus dem Festspielhaus Baden-Baden vom 8. April 2011
23. April, 21.45h: «Mauro Bigonzetti – ein Choreograf zwischen den Welten», Porträt von Andreas Morell
arte, www.artepro.com
6., 14. April, 5.00h: «Let’s Dance», Israel und der moderne...
...zu kleben, das ist ein Sport der freien Tanzszene. So übersieht man sie nicht. Dass Poster auch Choreografie sein können, daran versuchten sich jetzt die österreichischen Choreografen Philipp Gehmacher, Lisa Hinterreithner, Anne Juren, Amanda Piña und Christine Standfest. Anne Juren zerteilt die Bewegung eines Kopfes, Lisa Hinterreithner, Initiatorin des...
Eine paradoxe Situation: Während die Kulturstiftung des Bundes einen Tanzerbe-Fonds auflegt, droht dem Tanzarchiv Leipzig in seiner jetzigen Form das Aus. Wer Geld aus dem neuen Stiftungstopf erhält, um damit ein Projekt zu Rudolf von Laban zu verwirklichen, der wird in Zukunft vielleicht ein Rechercheproblem haben. Denn Labans im Leipziger Tanzarchiv lagernder...
