choreographing you
Die Kinder und Jugendlichen nehmen spontan die Herausforderung an. Sie steigen buchstäblich in den Ring, um sich an William Forsythes «The Fact of Matter» auszuprobieren. Die Installation, etwa 3,5 mal 10 Meter Fläche umfassend, besteht aus zahlreichen Gymnastikringen, die an Bändern befestigt sind und in unterschiedlichem Abstand vom Boden hängen. An den Breitseiten kann man loslegen: mit den Beinen in zwei Ringe steigen, sich mit den Armen an zwei anderen Ringen festhalten und dann versuchen vorwärtszukommen.
Das ist alles andere als einfach, rasch knicken mal die Beine, mal die Arme weg, wenn man nicht permanent die Körperspannung hält. Es gilt, gekonnt zu balancieren und auszuprobieren, wohin man den nächsten Schritt setzen kann. Forsythes Installation ist ganz schön anspruchsvoll, in körperlicher Hinsicht fast zu «schwer» für Kinder und Jugendliche. Doch – wie gesagt – die Herausforderung, es den Eltern, den Mitschülern, den Freunden mal zu zeigen, die ist einfach verlockend.
Vielleicht sollte man Choreografen mit der Gestaltung von Abenteuerspielplätzen beauftragen. Sie haben genug kinästhetisches Verständnis, Menschen in Bewegung zu bringen, und sie besitzen ausreichend ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Februar 2011
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Klaus Kieser
Je ärger die Weltwirtschaftskrise zwischen den Weltkriegen wurde, desto mehr näherte sich der Expressionismus dem Tanz an. In Hamburg wurden mehrtägige, aufwendige Künstlerfeste gegeben, mit acht Meter hohen Götzenfiguren, unter denen man den «Götzenbumbum» tanzte. Mary Wigman und Valeska Gert sahen hier den «SüdseeDukDukTanz», zu dem riesige Tanzmasken getragen...
...erhielt vom Staatsrat des Schweizer Kantons Wallis den mit 10.000 Franken dotierten Förderpreis – für ihr Stück «The Parallax View», uraufgeführt im Mai 2010 in Sierre (tanz 8-9/10). Die Schweizer Choreografin leitet seit 2000 mit Rainald Endraß die Kompanie CocoonDance in Bonn. Hier findet vom 5. bis 26. Februar ein Tanzsolo-Festival statt, das von Rafaële...
...steht vor dem ganz großen Durchbruch. Nun eröffnet die belgische Choreografin das Festival «CaDance» in der niederländischen Hauptstadt mit der Uraufführung von «Q61» im Korzo-Theater. Das Stück steht am Ende einer zehnjährigen Arbeitsphase, in der Ann Van den Broek sich mit menschlichen Extremsituationen beschäftigt und diese auf die Bühne gebracht hat....
