Mauro Bigonzetti: «Certe notti»
So lautet der Titel eines berühmten Songs des italienischen Popbarden Luciano Ligabue, der in Reggio Emilia sozusagen Tür an Tür mit Mauro Bigonzetti lebt, dem Residenzchoreografen von Aterballetto. Ligabue hatte zuletzt einen Film gedreht, «Radiofreccia», der inspiriert war von der goldenen Zeit des freien Radios in der Region Bassa Padana. Fünf Freunde finden sich über die Musik und heroisieren den Status der Independents, bis einer von ihnen, Freccia (der Pfeil), an einer Überdosis Drogen stirbt. Das Tragische im Aufstand, das ist der Grundton bei Ligabue.
Bigonzetti traf den Rockstar aus einem Dorf in Correggio, um mit ihm ein Ballett zu produzieren. Ligabue hatte bei der Auswahl seiner Musik freie Hand. Das anderthalbstündige Pop-Opus, das in Mailand im Teatro degli Arcimboldi Premiere hatte, wurde von den vielen Fans des Sängers und Komponisten, den sie als Vordenker gegen die Scheinheiligkeit der Politik und Gesellschaft verehren, gefeiert. Die Bühne dazu entwickelte der ebenfalls aus Reggio Emilia stammende Künstler Angelo Davoli. Seine Videobilder zeigen Steine und Sand, gefilmt als ein Werk, das Harmonie zwischen Natur, Arbeit und Tanz herstellen will. Projiziert sind ...
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