Die Hoffnung
Hoffnungsträger im Tanz? Wenn ich darüber nachdenke, trage ich eine Menge Hoffnung mit mir rum. So hoffe ich ganz doll, dass die WM-ähnliche Vereins- und Netzwerkeuphorie außer großen Parteitagen auch ihre Gegenbewegung erzeugt. Über unsere Erfolge haben wir 2006 genug geredet, jetzt hoffe ich auf vermehrte künstlerische Eigensinnigkeit. Keine Regierungserklärungen mehr! Ich hoffe, dass sich die Geister wieder am ästhetischen Pluralismus scheiden werden, anstatt Instituten auf den Leim der Definitionshoheit zu gehen.
Gleichzeitig hoffe ich auf vielfältige Angebote an Bildung für den kreativen Einzeltäter, Profi oder nicht. Ich hoffe, dass sich die Hauptstadt-Konzentration für den Austausch auszahlt und Berlin für die «Provinz» nicht zum großen Bruder, sondern zum ebenbürtigen Dialogpartner wird. Dass Kultursponsoring normal wird UND integer. Dass es neben Tanzsommersparkassenfestivals mehr kleinere Schwerpunktveranstaltungen geben wird, die weniger routiniert sein müssen, dafür kontinuierliche Auseinandersetzung bieten. Ich hoffe auf das Eindringen der Wirklichkeit in den Horizont der Studios, wenngleich ich hoffe, dass dort nicht nur dokumentarisch mit ihr umgegangen wird. Weniger ...
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Schwarzer Humor, bisweilen an der Grenze zum Zynismus, spielerisch bis zur Anarchie, intensiv und dynamisch, dabei mit scharfem Blick auf die Mechanismen unserer Gesellschaft. «The Lindenmeyer System» etwa macht die Distinktion in EU-Members und Non-EU-Members hautnah erfahrbar, die Folterposen in seinem jüngsten Stück «Hypertopia» provozieren unsere Reaktionen...
Sie kommt aus Bayern, hat an der Bruckner Universität Linz Tanz studiert und zwei Jahre lang für das szene bunte wähne-Tanzfestival für Kinder und Jugendliche in Wien Workshops betreut, ehe sie 2004 ihr erstes Stück wagte: «Andersgleich oder als die Phantasie nach Aalglattmannsdorf kam» war ein Wurf für Kinder ab sechs, in dem die Choreografin Isabel Nowak auch...
Als Mitglied der Gruppe post theater in Berlin ist die Multimedia-Designerin Hiroko Tanahashi ziemlich versessen darauf, dass die Bühne mitspielt. Bei ihrer bekanntesten Partnerin, der Performancekünstlerin Maren Strack, geht das so: Maren Strack knallt die Peitsche; auf der Bühnenfläche erscheinen lauter winzige Peitschen knallende Maren Stracks. Sie knallt die...
