Li Ximin, Foto: Thomas Müller
Brüssel: Wen Hui «Red»
Eine Leinwand wie im Kino. Auch wenn der Vorhang noch geschlossen ist, erkennt man durch den roten Stoff bereits die Umrisse eines Plakats, mit dem einst die Filmversion des Balletts «Das Rote Frauenbataillon» beworben wurde. Davor die vier Protagonistinnen des Abends, die Hände scheinbar gebunden oder zu drohenden Fäusten geballt: Gesten, zu Posen erstarrt, in denen sich schon im Original vor mehr als fünfzig Jahren die Aussagekraft der Choreografie verfestigt hat.
Wie in einem Lehrbuch der Geschichte blättert Wen Hui wenig später in den Gedanken aller Beteiligten. Doch nicht nur Jiang Fan, Li Xinmin, Liu Zhuying und sie selbst kommen in «Red» zu Wort. In ihrem dokumentarischen Tanzstück lässt die Direktorin des Living Dance Studio Beijing in eingeblendeten Interviews auch ehemalige Tänzer und Tänzerinnen in Erinnerungen schwelgen – kritisch kontrapunktiert durch eingeblendete Aussagen ganz unterschiedlicher Provenienz, die das populärste der acht «Revolutionären Modelltheaterstücke» am Ende noch aussagekräftiger machen, als es das Autorenkollektiv ursprünglich wohl beabsichtigt hat. So spricht einer der Augenzeugen einmal von der «schuldhaften Freude der Zuschauer» und meint ...
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Tanz Oktober 2017
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 43
von Hartmut Regitz
Kunsthalle Düsseldorf. Hier war auf Einladung des «Impulse Theater Festivals» und des Forum Freies Theater Düsseldorf die jüngste Arbeit der rumänischen Tänzerin Alexandra Pirici zu sehen. Arbeit heißt hier: eine «fortlaufende performative Aktion» betrachten zu dürfen, die sich zitatweise um Joseph Beuys’ japanische Whisky-Werbung und um Pussy Riots Punk-Gebet in...
Auditions
Choreografin Alexandra Bachzetsis
sucht professionelle TänzerInnen im Alter von 20 bis 60 Jahren für ihr Performance-Projekt 2018 – 2020
Audition: 13., 14. November, Gessnerallee Zürich
Bewerbungen: claudia.toggweiler@alexandrabachzetsis.com
NDT 2 Auditions
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NDT dance studios, The Hague
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Auf einen wie ihn haben die Festivals seit Langem gewartet. Dimitris Papaioannou steigt auf wie Phoenix. Nicht aus der Asche, aber aus Griechenland, dem vermeintlichen Niemandsland der zeitgenössischen Bühne. Dem Gründer des Edafos Dance Theatre und Inszenator der olympischen Zeremonien von Athen 2004 wird nicht umsonst die Ehre zuteil, im Mai 2018 ein neues Stück...
