sprunghaft
Chicago. Eine Kreuzung irgendwo in der Stadt am Michigan-See. Angela Dice Nguyen und Demetrius McClendon entweichen dem Passantenstrom. Die zwei Tänzer der Kompanie DanceWorks Chicago scheinen um Längen schneller zu sein als alle anderen Fußgänger. Und sie überragen die Masse. Genau das ist die Botschaft: Tänzer sind schneller und überragender. Der Körper, der sich im Sprung heraushebt, gehört zur US-Tanz-Ikonografie, seitdem die Fotografin Lois Greenfield gefühlt sämtliche amerikanischen Tänzer als in der Luft schwebende Skulpturen porträtiert.
Ziemlich exakt seit 1980 gilt ihr Mittel – die in Kurzzeitbelichtung erzeugte Pose ohne jede Bodenhaftung – als Beweis tänzerischer Könnerschaft. Wer den Boden unter den Füßen verliert, tritt ein in die Sphäre der Eleganz.
Wie anders ist das Tänzerbild in Europa. Springen ist nicht tanzen. Springen erinnert ans Mittelalter, an die Echternacher Springprozession, an die tanzwütige Krankheit Choreomania, die schreckliche Springwut: uncool, unkontrolliert. Selbst auf der klassischen Bühne zählt das Sprunghafte eher zum Aufmerksamkeit heischenden Akrobaten-Auftritt. Von derlei historischen Assoziationen ist die Neue Welt völlig frei. So frei, ...
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Tanz März 2013
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Arnd Wesemann
Der Belgier Thierry Smits hat sich viel vorgenommen mit seinem neuen Stück. Er holt sieben Tänzer auf die Bühne, eine große Besetzung für einen unabhängigen Choreografen. Die live gespielte Musik stammt von Steven Brown und Blaine Reininger, Ex-Mitglieder der Kult-Band Tuxedomoon. Auch Sujet und künstlerisches Konzept sind ambitioniert: Smits begreift seine Arbeit...
Nehmen wir mal an, die Granden vom FC Bayern München kommen zu dem Schluss: Wir brauchen einen neuen Trainer. Was tun sie dann? Sie überlegen, was sie mit den Elite-kickern erreichen wollen. Dann werden sie prüfen, welcher Spitzenmann diese Ziele mit dem Team ansteuern kann, die Arbeit potenzieller Kandidaten haargenau begutachten und womöglich Expertisen einholen....
«Nach Angaben der Polizei war ein Trickdieb im Frankfurter Bahn-hofsviertel so lange um einen 26 Jahre alten Passanten herumgehüpft und hatte diesen im Kreis gedreht, bis er gefahrlos dessen Rucksack nehmen und damit davonlaufen konnte. Bei der Tat erbeutete der Mann rund 250 Euro in bar, eine Kamera, ein Handy und eine Kreditkarte. Er hatte den Fußgänger zunächst...
