Dessau und Mainz: «Das Bildnis des Dorian Gray»

Von Tomasz Kajdański und Stéphen Delattre

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Dessau und Mainz: «Das Bildnis des Dorian Gray» von … Tomasz Kajdański 

Dieses tapfere Ensemble hat zwar Sparrunde um Sparrunde überlebt, ist allerdings auf nur noch acht Mitglieder geschrumpft. Direktor Tomasz Kajdański hält dennoch unbeirrt daran fest, dem Publikum große Geschichten zu erzählen – im Bedarfsfall eben mit ein paar Gasttänzern, die das Personaltableau komplettieren. So funktioniert nun auch Kajdańskis Adaption- von Oscar Wildes «Das Bildnis des Dorian Gray».

 

Toller Stoff, im Anhaltischen Theater Dessau allerdings etwas zu schnell heruntergespielt. Die Choreografie nimmt sich wenig Zeit, um die Figuren zu entwickeln und jeder ein Gesicht zu geben. Dafür sind Kostüme und Perücken zuständig, die im Fall der Damen nicht sonderlich vorteilhaft ausfallen. So wird zwar das Wesentliche der Story sichtbar – hier das alternde Bild, dort der ewig taufrische Narziss. Aber die Beziehungen, die dieser Dorian Gray (Vincent Tapia) eingeht (oder gerade nicht eingeht), sind von recht ähnlicher Machart und nicht allzu vielfarbig gestaltet. Gleichwohl stürzen sich die Tänzer mit wundervoller Energie in den Abend, zu dessen Gelingen Jens Hübners Bühnenbild und die Videoprojektionen ...

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Tanz Mai 2018
Rubrik: Kritik 5/18, Seite 41
von Dorion Weickmann / Natali Kurth

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