Xavier Lot
Xavier Lot, Sie arbeiten seit vielen Jahren in Afrika, wie sehen Sie den Kontinent?
Die Kreativität in Afrika ist so beeindruckend wie der Kontrast zwischen dem Reichtum der Natur und der Armut der Bevölkerung. Als Kamerun 1957 seine Unabhängigkeit erklärte, sagte Charles de Gaulle: Kein Problem, aber wir behalten die Bodenschätze. Das gilt bis heute. Etwa siebzig Prozent Kameruns sind im Besitz des französischen Konzerns Bolloré. Die Konsequenz: Offiziell sind in Yaundé neunzig Prozent der Bevölkerung arbeitslos. Also alle außer den Beamten.
Und jeder rennt, um Tag für Tag seine «kleinen Dreitausend» zu verdienen, das Kleingeld zum Überleben. Aber so funktioniert ja auch dieses Spiel namens Fußball. Für den besitzt Kamerun immerhin eine Infrastruktur, aber nicht für Musik, geschweige denn für Tanz. Die Kultur wird von einer Elite vereinnahmt.
Simon Romuald Abbé, auch wenn Sie kein zweiter Fußballgott Eto’o sind – als ich Sie auf der Bühne sah, mit Ihrer Körperbeherrschung, fragte ich mich, warum Sie die nicht im Sport einsetzen, um richtig Geld zu verdienen?
Ich habe natürlich im Fußball begonnen, habe ein paar Pokale gewonnen und natürlich versucht, Profi zu werden. Aber es ...
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unterschreibt an seinem 65. Geburtstag am 1. Juni einen Vertrag, der ihn für fünf Jahre in die Position des Ballettdirektors an den Vereinigten Städtischen Bühnen von Krefeld und Mönchengladbach hievt. Diese Position hatte er schon 2007 für wenige Monate innegehabt, bevor er Leiter der Ballett-Akademie München wurde und sich in Krefeld/Mönchengladbach nur noch...
Selten musste sich eine Kompanie derart sputen, eine Tänzerin zu befördern, wie das Niederländische Nationalballett in Amsterdam. Dort tanzte die 28-jährige Finnin Anu Viheriäranta bislang die zweite Besetzung. 1998 gewann sie zwar den «Prix de Lausanne» und zog an die Royal Ballet School nach London. Ab August wird die seit 2005 in Amsterdam lebende Ballerina aber...
