Newcomer
Tanz und Musik in Einklang zu sehen und zu hören, scheint uns normal, ebenso, dass zeitgenössische Choreografen gern damit beschäftigt sind, die Konventionen klassischer Harmonie zu durchbrechen. Aber es gibt noch einen anderen Weg: Man kann Tanz auch hören und Musik sehen. Das versuchen Vera Tussing und Albert Quesada mit ihren «Körpersonaten». Die beiden Choreografen aus dem Umfeld von P.A.R.T.
S in Brüssel und The Place in London analysieren die Musik, isolieren ihre Parameter aus Dynamik, Volumen, Instrumenten, um der Komplexität von Musikstücken präziser und vor allem gerechter zu werden als durch eine herkömmliche Choreografie, die sich allenfalls zu Rhythmusmus-tern und Melodiebogen äußert. In ihren Worten versuchen Tussing und Quesada, Tanz zu komponieren und Musik zu choreografieren. Zu ihren «visuellen Kompositionen» steppen ihre Füße roh in den Raum – ohne dass wir sie sehen. Mit geschlossenen Augen lauschen wir, wie Tanz buchstäblich zur Vorstellung wird. In ihrem Projekt «Beautiful Dance» werden ihre Körper zu Schattenbildern auf weißer Leinwand. Dort wachsen, schrumpfen und kreuzen sie sich zu Beethovens «Klaviersonate Nr. 13» in Glenn Goulds Einspielung: exakte ...
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Auditions zur Aufnahme an der Salzburger SEAD finden in einer ersten Runde statt in: Helsinki, Oslo und Istanbul 6. März; London 13. März; Tel Aviv 19. März; Barcelona und Stockholm 20. März; Budapest und Ljubljana 27. März; Zürich 3. April, Brüssel und Salzburg 17. April; Berlin und Zagreb 24. April. Die zweite Runde findet am 15. und 16. Mai in Salzburg statt....
Für eine Entdeckung, und sei sie noch so entlegen, ist der Mann immer zu haben. «Vor ein paar Monaten», erzählt Jason Beechey, Leiter der Dresdner Palucca-Schule, «hat mir eine Mitarbeiterin einen Text in die Hand gedrückt. Darüber stand ‹Tanzabstraktion›, und das Ganze las sich absolut zeitgenössisch.» Beechey rätselte, wer wohl diese knappen Direktiven zu Papier...
«Zuschauer, welch ein obszönes Wort!», rief Augusto Boal, der verstorbene brasilianische Verfechter eines partizipativen, politischen Theaters. Sein Theater des Eingreifens sollte sozial benachteiligte Schichten beim Sprengen ihrer Fesseln unterstützen. Andernorts stößt man auf Begriffe wie «spect-acteur» oder auf einen «Theaktor». Der agierende Zuschauer – ein...
