die lehrerin
Sie unterrichten die «ZooZ»-Methode. Was ist das?
Erst mal, ich sehe mich nicht als Lehrerin. Und «ZooZ» ist Hebräisch und meint einfach «Bewegung» – dieses Handy auf dem Tisch zu bewegen, sich selbst zu bewegen. Es geht um jede wiederholbare Bewegung. Gerade durch die Wiederholung einer Bewegung verändert sich etwas: im Kopf. Wenn ich dieselbe Bewegung mit dem Körper wieder und wieder wiederhole, erfahre ich sie dennoch jedes Mal anders. Darum glaube ich an das Plié jeden Morgen. Die täglichen Tendus, sogar am Türgriff des Kühlschranks.
So hält man die Muskeln ein Leben lang warm und stellt immer neue Fragen an den Tanz, nach der Leidenschaft, nach dem Moment des Jetzt und was das überhaupt ist: Tanzen.
Sie unterrichten reine Wiederholung?
Die Wiederholung ist nur ein Ausgangspunkt. Die Tanzerfahrung, die ich gesammelt habe, sagt mir: Im lebenslang wiederholten Spiel zwischen Körper und Kopf entstehen ständig neue Fragen an den Tanz. Die Klassik, wie ich sie jahrelang bei Bat-Dor in Israel geübt habe, beantwortet sie nicht, und Grenzerfahrungen wie bei Pina Bausch, oder die Moderne bei Hans van Manen und Jirí Kylián beantworten sie auch nicht. Aber alle zusammen öffnen den Horizont. ...
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Tanz April 2015
Rubrik: praxis, Seite 72
von Arnd Wesemann
übernimmt im Sommer das Tanztheater Bielefeld als Nachfolger des nach Braunschweig wechselnden Gregor Zöllig. Bekannt wurde der Italiener durch die im umbrischen Tuoro bei Perugia beheimatete Kompanie Déjà Donné, die er 1997 gemeinsam mit der Tschechin Lenka Flory gründete. Um die Jahrtausendwende verbuchten die beiden beachtliche Tournee-Erfolge mit ihrem...
Auf dem Weg der «Entwicklung zu einer sozialistischen Persönlichkeit» kommt dem 18-jährigen Frank (auf dem Foto: Gordon Kämmerer © Edition Senator) an einem ganz gewöhnlichen Dienstag des Jahres 1985 ein Auftritt von Mr. Robot im Westfernsehen in die Quere. Und nicht nur das: Weil in der DDR gerade der Bronx-Film «Beat Street» weiteres Anschauungsmaterial liefert,...
ist auch in diesem Jahr am 29. April. Ob das Datum rot im Kalender von Monika Grütters steht, wissen wir nicht. Dass die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien ein familiär bedingtes Faible für die Bewegungskunst hat, hingegen schon (Seite 60). Ob die Tanzszene davon profitieren kann? Die Staatsministerin mit Dienstsitz Bundeskanzleramt adressiert...
