wurmlandschaften

Ein Pionier der Tanzfotografie: Jay Mark Johnson und das Paradox von Bewegung und Stillstand.

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«Wie wirken diese Bilder auf Tänzer?» War seine erste Frage. Seine zweite: «Bilden sie wirklich eine Absicht der Tänzerin ab?» Jay Mark Johnson ist kein Insulaner der Kunst, niemand, dessen Ästhetik ihm selbst genügt. Es war an einem Sonntag. In Hamburg traf er Priscilla Jung Park, eine amerikanisch-koreanische Tänzerin. Diese Fotos entstanden, und Johnson war wieder in Zweifel: «Fotografie kann doch nur Aspekte des Tanzes, aber nicht ihre Intentionen abbilden.

Oder doch?

Als Priscilla und ich im Studio der Galerie zusammenkamen – wir hatten uns bei einer Ausstellungseröffnung in Berlin kennengelernt –, gab es einen Moment, an dem wir uns auf Martha Grahams ‹Letter to the World› berufen wollten», auf Barbara Morgans berühmtes Bild der amerikanischen Tänzerin, die vertikal im Raum zu stehen scheint, still, während ihr langes helles Kleid eine bauschige Kurve um sie herum beschreibt, wie die gewaltige Spur ihres Tanzes.

Die Referenz an die große Dame ist sehr höflich. Aber dieses Bild, das erstarrte Monument, wie Fotografie den Tanz so oft darstellt, würde nie das assoziieren lassen, was der Kunstkritik bei Jay Mark Johnson einfällt: «Wie ein Wurm streckt der Körper sich in die Länge, ...

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Tanz April 2011
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Arnd Wesemann

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