«Zooming 4: The Sea is a Skin» von Daniela Kurz
Kann Dermatologie poetisch sein? Daniela Kurz sieht keinen Grund, das nicht zu untersuchen. Die Versuchstiere: drei abgestürzte Fallschirmspringer. Wie Schmetterlinge im Spinnennetz hängen sie in ihren Seilen, aufgespießt von Blicken, und zappeln zum zirpenden Gesang von Paul Gigers Violine sowie dem Trillern von Marie-Louise Dählers’ Cembalo. Ende des Prologs, Blackout.
Kurz wünscht sich, dass ihre Arbeit unter die Haut geht. Deshalb die Reihe «Zooming», bei der das Publikum, denkbar nah am Geschehen, auf der Bühne sitzt. In Teil vier, «The Sea is a Skin», geht sie’s direkt an.
Ihr Forschungsgegenstand: eben die Haut, das romantischste Organ nach dem Herzen. Aber ihr Ansatz ist strikt biologisch. Unter dem Mikroskop liegen elf knappe Beobachtungsproben ungenannter Spezies (inspiriert von den biomorphen Skulpturen des Brasilianers Ernesto Neto) - Mikroben, Korallen oder Amphibien, keine Menschen. Wesen ohne Psyche, Bewegung ohne Emotion, Begegnungen ohne Beziehung. Ein unwillkürliches Formenspiel der Natur. Perfekt.
Licht. Zoom auf ein Pulsieren, Zucken, Schrumpfen, Zerspringen. Die vielköpfige Kreatur wächst, teilt sich, schwebt durch den Raum, fließt an den Rändern ab. Ein Trio ...
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«Unfassbar provinziell» seien Jürgen Roses Bühnenbilder, «fadenscheinig und verschlissen» wie nach mehreren Saisons und Tourneen sähen sie aus; an Egon Madsen sei sein blendendes Aussehen das Beste, Ray Barra wirke wie ein «etwas heruntergekommener Don Giovanni». Márcia Haydée machte den Kritiker nicht glücklich, allenfalls Anita Cardus gebe eine «legitime...
This is inspired, expressive and exhilarat-ing. I’ve said it before, and it bears repeating: hers is a glorious and charged landscape where physicality triumphs over all. For this impressive work, she’s put together a stellar cast of some of Canada’s best contemporary dancers (Eric Beauchesne, Francine Liboiron, Yannick Matthon, Anne Plamondon, Victor Quijada, Pite...
Man mag es kaum glauben. Das Dictionnaire de la danse von Larousse (1999) verzeichnet keinen Eintrag zu Boris Charmatz. Gäbe man es heute heraus, müsste er eine Seite füllen. Seine Kompanie, die Association Edna, hat sich gerade in zwei Abteilungen gespalten, eine für den Tourneebetrieb, eine für künstlerische Recherche und Pädagogik. Nur so kann sie ihr Pensum...
