Szene Leipzig

Neue Leitung und Räume für das Lofft

Tanz - Logo

«Kein Blick zurück, bitte.» Dirk Förster, künstlerischer Leiter des Lofft in Leipzig, mag keine Rückschau. Dabei ist er seit zwanzig Jahren dem Off-Theater verbunden. Er saß im Vorstand und Beirat des Vereins und übernahm 2011 die künstlerische Leitung. Seine langen Haare haben mit der Zeit die Farbe von sattem Schwarz zu ehrwürdigem Grau gewechselt, was vielleicht auch äußeren Umständen geschuldet ist. Über Jahre war die räumliche Situation des Hauses in der Schwebe. Der Mietvertrag lief immer nur für ein Jahr.

Die Ideen zu neuen Standorten wechselten so oft, dass Außenstehende bald den Überblick verloren und Förster unfreiwillig zum Planungsexperten für Theaterräume mutierte. Trotz allem stellten er und sein Team viel auf die Beine: Nationale und internationale Netzwerke, Kooperationen und Koproduktionen (etwa mit dem Pumpenhaus Münster) wurden entwickelt, Mixed-abled-Kompanien auf die Bühne gebracht, die Nachwuchsförderung ausgebaut. Dreimal gewannen Lofft-Produktionen den Leipziger Bewegungskunstpreis, von der lokalen Szene durchaus kritisch beäugt. Aber die hat nun gut Lachen, kriegt sie doch selbst 3,6 Millionen Euro mehr. Derweil wird das Lofft am 28. März neue Räume in der ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz April 2019
Rubrik: Side Step, Seite 18
von Torben Ibs

Weitere Beiträge
Screening 4/19

«Das goldene Zeitalter»

Den «Tahiti Trot» kennt jeder. Eigentlich hat ihn Dmitri Schostakowitsch ja nicht wirklich komponiert, sondern lediglich einen Song aus dem Musical «No, no, Nanette» überarbeitet – das allerdings in nicht mal einer Stunde, ganz aus der Erinnerung heraus und aufgrund einer Wette, die er natürlich gewonnen hat: Der Gewinn, hundert Rubel, kam...

Farewell: Stanley Donen

Er war der letzte große Regisseur aus der goldenen Zeit der Hollywood-Musicals: Stanley Donen ist am 21. Februar im Alter von 94 Jahren gestorben. In die Geschichte eingeschrieben hat er sich 1952 mit «Singin‘ in the Rain», der bis heute als einer der besten Filme aller Zeiten gilt. Donen kam als Broadway-Tänzer und Assistent seines Freundes Gene Kelly nach...

Killt die Komödie!

Ein namenloses Kaff irgendwo in der russischen Provinz. Fern der nebulösen Zentralgewalt geht hier ein bunt zusammengewürfeltes Grüppchen von Beamten seinen Geschäften nach. Wir sehen: den Direktor (Doug Letheren) und seine permanent gackernde, rothaarige Gattin (Cindy Salgado), den besorgten Postbeamten Wieland (Jermaine Spivey), einen Arzt (David Raymond) und...