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«Was erzählen Fotografien über Tanz?» Diese gegen Ende des Sammelbandes «Tanzfotografie. Historiografische Reflexionen der Moderne» von Tessa Jahn aufgeworfene Frage kehrt als Leitmotiv in sämtlichen Beiträgen wieder. Vierzehn an der Zahl, findet sich unter ihnen nicht ein Ausreißer nach unten; manche sind dazu noch spannend zu lesen. So erzählt die Schweizer Tanzwissenschaftlerin Christina Thurner von ihrer detektivischen Suche nach dem Autor einer Fotografie, auf der die Jahrmarktsszene aus Fokines «Petruschka» zu sehen ist.

Angeblich hat ein gewisser Bart Parks 1911 auf den Auslöser gedrückt. Das behaupten jedenfalls die Archivare renommierter Institutionen – nur kommt Mr. Parks aufgrund seiner Lebensdaten als Fotograf nicht in Betracht. Ausgemacht wird schließlich Auguste Bert, gezogen das Fazit: Die Unwägbarkeiten auf diesem Gebiet beginnen schon bei der Autorschaft.

Was sich aus Bildern herauslesen lässt, hängt auch von den Vorlieben des Urhebers ab. Isa Wortelkamp verdeutlicht, dass Hugo Erfurth «Sprünge, Drehungen und prekäre Momente der Balance» bevorzugte, während Hanns Holdt die «bildwirksamsten Stellen» an den Übergängen dazwischen ausmachte. Wer sich das ganze Buch zu ...

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Tanz August/September 2016
Rubrik: Medien, Seite 63
von Dorion Weickmann

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