screenings und ausstellungen
screening_________
let‘s dance
Nein, auf ARTE staksen keine B-Promis übers Parkett, um von B-Punktrichtern belobhudelt oder abgewatscht zu werden, auch wenn der Titel der Doku-Reihe identisch ist mit dem des RTL-Quotenknallers. Vielmehr verführt Regisseur Olivier Lemaire zu einer Erkundung des Tanzes im 20. Jahrhundert, als Kompass dient dabei die Phänomenologie des Körpers. Da geht es etwa um Füße und ihre verschiedenen Futterale – vom Spitzenschuh bis zum Hip-Hop-Sneaker.
Da geht es um die Reize nackter Haut, um das Skandalon und den Showeffekt, den Blöße erzeugt. Da geht es um Normen, um Gardemaße des Balletts und ästhetische Schablonen, denen kein Profi entkommt. Drei Teile strahlt der deutsch-französische Kultursender aus, am 5., 12., 19. Oktober – allesamt gehaltvoll und ein schönes Kontrastprogramm zu RTL!
Screening
Die Royal Opera House Kino-Saison, Ausstrahlung auch in Kinos der Multiplex-Ketten UCI Kinowelt, Cinestar, CinemaxX und Cineplex sowie in vielen Indepent-Kinos, roh.org.uk/cinemas (tanz 3/14)
16. Okt., 20.15h: Live aus dem Royal Opera House in London: «Manon», Choreografie von Kenneth MacMillan, mit Marianela Núñez (Manon) und Federico Bonnelli (Des Grieux), ...
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Tanz Oktober 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 50
von
15 Jahre ist es her, dass die Choreografin Anouk van Dijk gemeinsam mit Falk Richter den Tanz aufs Schauspiel losließ. «Nothing Hurts» hieß 1999 die kleine Sensation: Das Drama des Zeitgeists entwand sich dem Sprechzwang. Wenn Worte nicht mehr reichten, wurde getanzt. Bis 2012. Da übernahm Anouk van Dijk die australische Kompanie Chunky Move. Falk Richter blieb...
Hände, Hände, überall Hände: vielfingrig ein Gesicht befühlend, wie Fischchen schnappend, sich wie Blütenblätter um ein Zentrum öffnend oder, als beredte Anhängsel eines zottelig gekrümmten Wesens, ein düsteres Märchen erzählend. Meist marginaler Körperteil im Tanz, rücken die Hände ins Zentrum der ersten Zusammenarbeit der Choreografen Matan Zamir und Nicola...
ludwigshafen_________
africtions
Klar, dass «Coup fatal» (tanz 8-9/14), dass Alain Platel mit seinen singenden Dandys aus dem Kongo dieses Fest eröffnen muss. Ein Afrika-Tanzfest völlig frei vom gereizten Blick auf das Ebola-Virus und ohne den nervösen Blick auf Frontex-Grenzen. Stattdessen wird hier eine vorbildliche Koproduktion möglich: Der Pfalzbau in...
