Maria Ribot

Nicht mal Amateurtänzer, nur «espontáneos», Untrainierte, akzeptiert La Ribot für ihre neue Show. Warum, fragt Thomas Hahn

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Maria Ribot, von Genf bis Costa Rica bitten Sie Normalos auf die Bühne, Ihre «espontáneos», um das Publi­kum und die professio­nelle Praxis herauszufordern. Warum akzeptieren Sie nicht mal Amateurtänzer?                                                     Ich will «Menschen von der Straße», ohne körperliche Ausbildung. Es ist wichtig, eine heterogene Gruppe zu haben, eine gesunde Mischung aus Männern, Frauen und Altersstufen. Sie sollen einfach nach gewissen Regeln authentisch laufen oder fallen etc.

Ich bringe ihnen nur bei, wie man sich dabei nicht verletzt. Choreografiert wird nur, damit sie sich nicht umrennen. Es sind Körper im Ist-Zustand. Insofern stehen die espontáneos in der Kontinuität meiner «Piezas distinguidas». Doch nun kommen Amateurtänzer mit vorgefassten Ideen, die hier nicht funktionieren. Sie wollen glänzen, und das Ergebnis wird schlecht.

Sie lassen Ihre 40 espontáneos lachen. Welche Rolle spielt das Lachen? Gibt es Unterschiede in der Lachkultur von Kontinent zu Kontinent?                                 Keine. Nur wenn, wie in Costa Rica, die Teilnehmer professionelle Künstler sind. Dort haben wir es dann beim Workshop belassen und nicht aufgeführt. Überall ...

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Tanz März 2005
Rubrik: Magazin, Seite 14
von Thomas Hahn

Vergriffen
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