der widerspenstigen zähmung
Es kommt nicht so oft vor, dass ein Ballett über alle Gräben von Generation und Gesinnung hinweg Begeisterung auslöst. Jean-Christophe Maillot ist das mit seiner Fassung von William Shakespeares «Der Widerspenstigen Zähmung» am Bolshoi gelungen. Die Premiere der exklusiven Produktion war – echte Rarität – ein voller Erfolg, wurde von Jung und Alt, Progressiven und Konservativen gleichermaßen gefeiert. Für die Jugend war sie «cool» und «super», für die Erwachsenen moderat modern, verständlich und schlüssig. Und für alle zusammen: amüsant, überzeugend, kurzweilig und klar.
Die Inszenierung wurde nicht nur im Shakespeare-Jubiläumsjahr produziert, vielmehr ist 2014 auch ein Jahr des Kulturaustauschs zwischen Russland und Großbritannien. So hatte das Royal Ballet Kenneth MacMillans «Manon» nach dem Roman von Abbé Prévost in Moskau gezeigt, nun legte das Bolshoi eben mit dem englischen Fabel-Klassiker nach – in der Version eines Franzosen.
Carte Blanche nach Cranko
Jean-Christophe Maillot, der seit 22 Jahren die Ballets de Monte Carlo leitet, hat lange nichts an anderen Häusern inszeniert. In Moskau waren als Gastspiele von ihm «Roméo et Juliette», «Cendrillon» sowie «Daphnis et Chloé» zu ...
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Tanz Oktober 2014
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Violeta Mainiece
The great opportunity with dance lies in its extraordinary ability to change face and pace according to small differences that can be injected in its language. The spectator's eyes are infected by a kind of serum too fast to be detected by the organism. All the view is bound to be reassembled, all the preconceptions coming from a specific experience or habit are...
Matej ist 25 Jahre alt und studiert in Leipzig Sorbisch im Lehramt. Er möchte später einmal seine Muttersprache an einer Lausitzer Schule unterrichten. Wann immer es möglich ist, packt er am Wochenende seine Sachen zusammen und fährt in sein Heimatdorf Schmerlitz. Dort geht es jeden Samstagnachmittag zum Training der Tanzgruppe. Im Schmerlitzer Kulturhaus wird...
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