Stichprobe: die Pioniere des HipHop
Was die Kulturfunktionäre an der Seine vom HipHop wollen, drückt Gabin Nuissier so aus: «Sie wollen uns kontrollieren und gefährliche Kompanien ausgrenzen.» Nuissier ist Gründer von Aktuel Force, gehört zu den Pionieren des move in Europa. Das Ministerium sähe gern eine Art Xavier Le Roy oder Karine Saporta den Vorstädten entsteigen und begünstigt das Aufgehen des HipHop in der etablierten Szene. Politisch mag das ein Erfolg sein, choreografisch nicht immer. Zum Beispiel die Superproduktion der Saison.
Nathalie Pernette mischte die fünf
HipHop-Tänzer ihres gelungenen HipHop-Einstands «Délicieuses» (2002) mit jenen ihrer zeitgenössischen Kompanie. Nun mimen und breaken sie zu der von John Eliot Gardener pompös-barock eingespielten «Zauberflöte». Nie gelingt es ihnen, die dramatische und choreografische Freiheit stechend auszufüllen. Da ist der Tag nicht richtig hell, die Nacht nicht wirklich dunkel, alles milchig-gelb. Die teuren Kostüme, ein Brechmittel. Schiffbruch beim Festival Suresnes Cité Danse. Eine «Zauberflöte» ohne Energie, aber bereits dutzendfach vorverkauft.
Durchwachsen waren auch die HipHop-Choreografien von Yann Bridard, premier danseur an der Opéra de Paris und ...
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This is the final part of a trilogy called “The Animal Nearly Mad – On Mutation,” following the solo “Bacon-punizione per il ribelle” (1999) and the all-female “Hello Kitty! In A Manga Mood” (2002), created by the 46-year-old Roman choreographer on the theme of his personal obsession: endless adolescence.
This new piece, premiered in Teatro Comunale di Ferrara in...
Fragwürdig wurde das Wort Schönheit durch zwei Entwicklungslinien. In der einen Linie wird immer ausschließlicher unter Schönheit ein gefälliges Erscheinungsbild verstanden. In der anderen Linie sind grundlegende Wahrnehmungen zu billigen Normen umgemünzt worden. Beide zusammen dienen der Werbung, die vorschreiben will, wie wir selber auszusehen haben und welche...
«Die Welt des Tanzes zu verlassen, ist in gewisser Weise ein Tod», hieß es 1995 in Lausanne bei einem Symposium zur Umschulung von Tänzern. Das Buch «Ballett – und dann?» von Maja Langsdorff ist deshalb ein Buch über das Leben nach dem Tod. Die Autorin (Jahrgang 1956) hat mehr als zwei Dutzend ehemalige Tänzer und Tänzerinnen interviewt und herausbekommen, was sie...
