Abschied
Tanz- und Sportwissenschaftlerin an der Phillips Universität Marburg, ist am 28. April dieses Jahres nach schwerer Krankheit gestorben. Seit 2004 hatte sie dort als Professorin am Institut für Sportwissenschaft und Motologie gelehrt und als Wissenschaftlerin gearbeitet. Sie war Mitglied des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung, außerdem Prodekanin des Fachbereiches Erziehungswissenschaften und Akademische Leiterin des von ihr mit initiierten MA-Studiengangs «Kulturelle Bildung an Schulen».
Nicht nur an der Marburger Universität, sondern auch in der Gesellschaft für Tanzforschung e.V (gtf) war Anke Abraham eine überaus geschätzte Kollegin und äußerst fachkompetente Ratgeberin, die durch ihre Beiträge substanziell zur Entwicklung der tanzwissenschaftlichen Forschung insbesondere auf dem Gebiet der Körpersoziologie beigetragen hat. Aufmerksam den fachlichen Diskurs verfolgend, immer profund argumentierend und dabei ausgesprochen einfühlsam, begleitete sie über viele Jahre die Arbeit der gtf. Daher trauern alle, die sie als Kollegin kennengelernt haben, aufrichtig um sie.
Anke Abraham war noch in der Rhythmischen Sportgymnastik als Leistungssportlerin ...
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Tanz August/September 2017
Rubrik: Praxis, Seite 75
von Claudia Fleischle-Braun
Es gibt sie überall in Deutschland: Tanzschul-Dynastien. In Köln sind es die TV-bekannten Breuers. In Stuttgart die Burger-Schäfers, deren Gründer noch in Schlemmers «Triadischem Ballett» mitwirkten. In Nürnberg ist Familie Krebs seit 1883 im Tanzschul-Geschäft. In Essen sitzen die Overraths, die vor einem Jahr sozusagen mit einem anderen Clan fusionierten: dank...
Immer noch entwickelt sich das klassische Ballett weiter und entdeckt für sich neue Formen. Es ist die elaborierteste, die gehobenste Tanzform schlechthin. Man sieht Tänzerinnen und Tänzer, die Dinge bewerkstelligen, die sonst kein normaler Erdenmensch hinbekommen würde, und nicht selten blitzt ein göttlicher Funke auf. Aber beim klassischen Ballett geht es nicht...
Es war eine Begegnung aus dem Zauberbuch der Zufälle. Die Bühnenbildnerin steht mit blauen Händen in der Telefonzelle im Stuttgarter Staatstheater, der Choreograf passt sie ab: «Mit Dir möchte ich arbeiten. Und zwar sofort!» So zielstrebig begann 1982 eine Beziehung, die mehr war als ein Arbeitsverhältnis. In rosalie und Uwe Scholz trafen zwei Seelenverwandte...
