CD, DVD, Buch 12/19
Entdeckung: Bauhaus Ballet
Die üblichen Stehaufmännchen finden sich nicht in dem Buch. Auch sind es im «Bauhaus Ballet» erst einmal ein paar Tänzerinnen, die sich in Positur stellen. Aber ihre Röcke, ganz offensichtlich vom «Triadischen Ballett» eines Oskar Schlemmer inspiriert, lassen sich auf verblüffende Weise drehen. «Twist!», «Turn!», «Twirl!», «Whirl!» heißt es dazu in einer Anleitung. Selbst ein Kind, das des Englischen noch nicht so mächtig ist, wird spielend begreifen, was Sache ist.
Dabei machen sich Gabby Dawnay (Text) und Lesley Barnes (Illustration) die «Pop-up Performance» (wie der Untertitel ihres Buchs lautet) alles andere als einfach. Jedes Blatt ist anders gefaltet und geschnitten – und deshalb überrascht jede Vorstellung des «Bauhaus Ballet» mit pointierten Perspektiven: Auf einer Doppelseite lässt eine mechanische Puppe ihre Ringe kreisen.
Auf einer anderen tanzt eine gestreifte Männer-Gruppe in Reih’ und Glied. «Wow» heißt es am Ende, wenn sich das gesamte Ensemble zum Schlussapplaus hintereinander gestaffelt aufreiht: ein durchaus nachvollziehbarer Ausdruck des Erstaunens angesichts der vielfältigen Formen und Farben, die das Buch hervorzaubert. Man ...
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Tanz Dezember 2019
Rubrik: Medien, Seite 54
von
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