highlights
hannover_________
tanz theater international
Es gibt Festivals, die sind nicht groß und auch nicht spektakulär. Wie dieses Festival, das bereits in seine 29. Runde geht – und nach wie vor von Christiane Winter mit der Prämisse geführt wird, treu zu sein. Ihrem Festival. Ihren Künstlern. Dafür aber Akzente setzt: diesmal auf die fulminant komplexe Tanzkunst der Israelin Sharon Eyal, die gemeinsam mit Gai Behar in «House» die Orangerie Herrenhausen vibrieren lässt. Israel steht auch als «Narrenschiff» im Fokus.
So sehen Niv Sheinfeld und Oren Laor ihre Heimat, in der man «We love Arabs» skandieren dürfte, würde es nach Hillel Kogan gehen. Und es gibt einen Festakt, die Geburtstagsparty für die Kompanie Vertigo. Zwanzig Jahre zeit-genössischer Tanz in Israel.
Vom 4. bis zum 13. September
tanztheater-international
sevilla_________
la bienal
Manuel Linán zum Beispiel. Wenn er Flamenco tanzt, in seinem aktuellen Stück «Nomada», schießt das Blut in den Kopf. Da erinnert sich das sesshafte Bürger-Gefühl an eine graue Vorzeit, damals, als es vergaß, auch den Künstlern eine Heimat zu geben, statt sie weiterziehen zu lassen von Dorf zu Dorf. Überall trat der herrenlose, also freie ...
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Tanz August/September 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 58
von
Der Februar 1933 war ein Monat unheilverkündender Ereignisse in Deutschland: Im Reichstag hält Adolf Hitler seine erste Ansprache an die Nation, Hermann Göring zieht 55.000 SA-Mitglieder zur Bildung einer offiziellen Hilfspolizei heran, wenig später wird das erste Konzentrationslager errichtet. Zur selben Zeit findet in Jerusalem am Sonntag, dem 26. Februar 1933...
Sie alle haben ihn entdeckt. Zuerst war es Carmen Mehnert für Hellerau. Gleich darauf Honne Dohrmann für Oldenburg. Bruno Heynderickx bringt ihn jetzt nach Darmstadt und Wiesbaden, damit besagter Honne Dohrmann – der ab sofort den Tanz im benachbarten Mainz organisiert – ihm nicht noch einmal zuvorkommen kann. Auch Virve Sutinen in Berlin will beim Entdecken nicht...
Es sind essenzielle, reduzierte Solotänze, die Daniel Léveillé in «Solitudes Solo» mit zum Teil höchster Kunstfertigkeit präsentiert. Das Stück, das keinerlei kommerzielle Konzessionen macht und populistische Befindlichkeiten allenfalls flüchtig streift, hat ihm bereits einige Lorbeeren eingetragen. Was der Choreograf für «Solitudes Solo» ersonnen hat, ist alles...
