Doktor Flamand
Verbinden, Wunden heilen. Frédéric Flamand salbt das Ballet national de Marseille. «Diese Kompanie war verletzt.» Der Nachfolger von Marie-Claude Pietragalla nimmt den Tänzern die Angst vor zeitgenössischer Ästhetik und überwindet seine eigene («Auch ich muss mich weiter entwickeln.») «Mein Projekt hat drei Facetten.» Das heißt:
1. Gastchoreografen werden zu Kreationen eingeladen, als erster Wayne McGregor. 2. Klassische Werke, die Wendepunkte in der Ballettgeschichte markierten. Die Saison beginnt im März mit Nijinsky und Balanchine. 3.
Flamand will weiter mit Architekten arbeiten («Auch Roland Petit arbeitete mit Brassaï») und wird die erste Kreation dem Andenken an Le Corbusier widmen – Titel: «La cité radieuse». Die strahlende Stadt. Zunächst teilte er die Tänzer in zwei Gruppen. Denn nicht alle fanden auf Anhieb in seinen Stil. «Das kann natürlich nicht in zwei Monaten zusammenwachsen.» Drei Tänzer von Plan K bringt er aus Brüssel mit – und drei Administratoren. «Aber die stehen dem Künstlerischen relativ nah.» Was Konflikten vorbeugen soll, die bei Pietragalla chronisch waren. Flamand will weiter die Schwingungen des Körpers in moderner Umgebung wie Flughäfen usw. ...
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