Regie: Madonna
Das nennt man ein Match: Madonna verfilmt die Autobiografie von Michaela DePrince, ihres Zeichens Solistin von Het Nationale Ballet – eine mühselig und hart erkämpfte Position. Denn DePrince wurde in Sierra Leone geboren, ist Kriegswaise, und ihre dunkle Haut entwickelte eine Pigmentierungsstörung, die sie zur Außenseiterin stempelte. US-Amerikaner adoptierten das Mädchen und begleiteten es auf dem Weg zur Erfüllung seines Lebenstraums: Tänzerin zu werden.
Die Irrungen und Wirrungen ihres Schicksals hat DePrince in «Taking Flight» (deutscher Titel: «Ich kam mit dem Wüstenwind», tanz 11/14) aufgezeichnet, das nun als Grundlage des Drehbuchs dient.
Madonna wiederum, unverwüstliche Pop-Diva mit (überwiegend kritisch rezensierter) Filmregie-Vergangenheit, unterhält im afrikanischen Malawi ein Kinderhospital und hat 2017 Zwillingsmädchen aus dem Land im Südosten des Kontinents adoptiert. Mit dem Filmprojekt will sie auf die Situation der verwaisten Kinder aufmerksam machen, DePrinces Buch liefert dafür ein ideales Sprungbrett. Camilla Blackett, bestens eingeführte TV-Autorin und Spezialistin für Mädchenserien, wird es für die Leinwand adaptieren. Als Produzent ist mit MGM eines der ...
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Tanz Mai 2018
Rubrik: Side Step, Seite 18
von Dorion Weickmann
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