hans-georg küppers
Man muss ja nicht so weit gehen und den Mann eine Lichtgestalt nennen, wie es die Frau vom Bezirksausschuss tut. Sie treibt Hans-Georg Küppers damit glühende Röte ins Gesicht. Münchens Kulturreferent hat seine Fans in allen Schichten der städtischen Hierarchie, ganz oben, in der breiten Mitte und eben auch in den kleineren Verwaltungsbereichen.
Denn der SPD-Mann betätigt sich mit Charme und Geschick als Kanalarbeiter, wirbt für schwierige Projekte wie das wohl ehrgeizigste seines Deputats, das sogenannte Kreativquartier, unternimmt eine Dienstreise zu bereits existierenden, möglicherweise vorbildlichen Projekten und bringt mit einer Anschubveranstaltung und einem Internet-Forum die Diskussion unter den Bürgern ins Rollen.
2015 soll der Plan realisiert sein, die denkmalgeschützte Jutier- und die Tonnenhalle im Nordwesten der Stadt zu sanieren und auszubauen nach den Bedürfnissen von Münchner Künstlern und Leuten aus der sogenannten Kreativwirtschaft, die das Geld bringen, das Künstlern stets fehlt. Was und wen die kreative Insel inmitten eines urbanen, nach zeitgemäßen Kriterien gestalteten neuen Viertels auf einer der höchst seltenen von der Stadt bebaubaren Industriebrachen ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 145
von Eva-Elisabeth Fischer
Wer Michael Douglas sehen will, geht ins Kino. Wer das MichaelDouglas Kollektiv sehen will, geht nach Köln. Dort haben sich 2009 die beiden Tänzer Michael Maurissens und Douglas Bateman niedergelassen, um nach dem Aus von Amanda Millers pretty ugly dance köln eine neue Existenz zu gründen. Professionell und pfiffig ist das Ensemble, dem sich auch weitere ehemalige...
Führt euch selbst an
Direktoren und Choreografen sind doch Amateure. Niemand hat ihnen das, was sie tun, wirklich beigebracht. Natürlich sollte man einige Ahnung von Musik, Architektur, Kostüm, Lichtgestaltung haben. Man müsste Anatomie gut studiert haben, um nicht Sachen zu choreografieren, die die Menschen verkrüppeln. Und man sollte als künstlerischer Direktor...
Sie hat ebenso viel Witz wie Verstand. In ihren Choreografien, die wie Studien daherkommen, forscht sie nach dem Bewegungsimpuls. Dabei entkleidet sie den Anlass von der Ursache, Partituren dienen ihr zur Systematisierung, aber auch als Reibungsflächen, die einen Widerstand zwischen Performern und ihrem Material spürbar machen. Diese Bewegungspartituren sind nicht...
