Dancekiosk goes Island
Es ist sehr schön, von Integration zu sprechen, und noch schöner, die zu Integrierenden tanzen zu lassen. Wo also liegt das Problem? Für den Hamburger DanceKiosk liegt es am Mangel an Vorbildern. Obwohl ...
da ist der Immigrant Sylvester Stallone, den David Chotjewitz und Katharina Oberlik in einem Boxclub auf der Elbinsel Wilhelmsburg ausmachen, die unmögliche Romeo-und-Julia-Liebe à la «Titanic» zwischen Upper und Lower Class, die Angela Guerreiro und Claude Janssen ebendort in einem türkischen Hochzeitssaal feiern, und Michael Jackson, den Johnny Lloyd in einem Parkhaus vom «Marktkauf» als weißen Mutanten aus der farbigen Underdog-Kultur zum Anlass nimmt, mit Jugendlichen die Rollenbilder durchzuspielen, die ihnen bleiben, wenn sich unterschiedliche kulturelle Traditionen und Normen an sie richten – deutsch sein und doch türkisch. Da gibt es jede Menge zu entdecken: Widerstand, Durchsetzungsvermögen, Ungehorsam und Eigenwilligkeit, jene Qualitäten von Künstlern, die nach fünf Monaten Workshop auf Kampnagel auch einen Shuttle-Bus organisieren werden, damit am 11., 12., 15. und 16. August die 13- bis 16-Jährigen zeigen, wie sie sich mit HipHop und Dabka, Martial Arts und purer Intelligenz durchsetzen. Denn darum geht es und nicht nur um «Integration». ...
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Am 23./24. August wird nach einjähriger Umbaupause das Haus der Kulturen der Welt in Berlin wieder eröffnet. Detlef Diederichsen ist der neue Leiter, und André Lepecki hat dafür ein Programm namens «Nomadic New York» zusammengestellt, mit 23 Künstlern, auch Ihnen. Finden die Kulturen der Welt in New York statt? Sie haben dort traditionell ihr Exil. Aber New York...
Die fünf Strafgefangenen, die im Peacock Theatre vom Londoner Sadler’s Wells einen Tunnel graben, sind Tollpatsche per Definition und B-Boys per Profession. Die Mischung ist Slapstick à la Break und Martial Arts, das Stück heißt sinngemäß «Break Out! (aka Picnic)» – es ist die neuste Produktion der kreativen Köpfe, die mit «Jump» einen Welthit landeten: Seven Sense...
Für den Choreografen heißt es wie für den Schriftsteller: Wenn du das Alphabet beherrschst und die Worte deiner Sprache, dann vielleicht. Und wie es zum Schreiben an den Unis längst hunderte Kurse gibt, gern und harmlos «Kreatives Schreiben» genannt, soll es nun zunehmend universitätsgesteuerte Ausbildungen zur Choreografie geben: Damit werden zwei Hoffnungen...
