«Solo par placer» von Àngels Margarit
Was nervt am zeitgenössischen Tanz am meisten? Sein manchmal volkshochschulhafter Kunsteifer, gepaart mit kaum verhohlener Selbstzufriedenheit. Einer Durchschnittsignorantin gibt das zweierlei Gefühle: Tanz verstehen zu wollen, ist hoffnungslos, und Künstler sind sowieso nicht von dieser Welt. Es gibt Ausnahmen. Die Endvierzigerin Àngels Margarit hat es weiß Gott nicht mehr nötig, etwas zu beweisen. Sie hat Interesse an prüfenden Blicken. In «Solo por placer» holt sie uns entsprechend nah ran. Die Riesenbühne der Münchner Muffathalle hat sie mit Gummiband kleingezäunt.
Dahinter Manuel Martínez del Fresno und sein Cello, ein paar Requisiten. Kinderspielzeug, Klebestreifen, Bindfaden. Was man so braucht zum Kreieren. Denn obwohl das 65-Minuten-Solo seit 2005 steht, schiebt sie scheinbar Denkpausen ein. Klebt Markierungen auf den Boden, zieht sich um. Macht Yoga-Dehnungen. Und flicht diese in den Fluss der Choreografie ein.
Der hat drei unterschiedliche Strömungen. Die titelgebende Konstruktionsphase, in der sie Glanz und Elend ihres Metiers aufblättert: Choreografieren ist eine Mischung aus Horchen, Tasten, Frust, Entzücken, Stocken, Spielen, Nachgeben und Angreifen, Schreiben, ...
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Oh, it doesn’t matter what you wear
Just as long as you are there
So come on, every guy grab a girl
Everywhere around the world
There’ll be dancin’
They’re dancin’ in the street
This is an invitation
Across the nation
A chance for the folks to meet
There’ll be laughin’ and singin’ and music swingin’
And dancin’ in the street
Was haben Tanz und Öffentlichkeit miteinander zu...
Georgette Tsinguirides,
im Oktober und November zeigt das Stuttgarter Ballett zwei Programme mit Cranko-Choreografien, die seit Ewigkeiten nicht mehr zu sehen waren. Dass sie überhaupt aufgeführt werden können, ist in erster Linie Ihnen zu verdanken: Als Choreologin haben Sie seine Stücke einst aufgezeichnet. Nachdem ich 1966 von meiner Ausbildung in London nach...
befinden sich die besten Plätze. Seit Jahr und Tag gilt das für die Rockmusik, für das Freilufttheater, für den Tanz. Bei ihm hat die Frischluft schon aus Tradition einen rebellischen Aspekt. Die legendäre New Yorker Judson Church kletterte die Hauswände hoch. Zuletzt ließ die Berliner Choreografin Be Van Vark in «Urban Delights» alles – vom Alex bis zum...
