Der Mensch
Der Mensch ist ein Gesellschaftstier, selbiges gilt natürlich auch für die Subspezies namens Theaterbesucher. Nicht wenige Schicksalsszenen der Weltliteratur ereignen sich unter Foyer-Lüstern, in prachtvollen Wandelgängen oder intimen Logen illustrer Opernhäuser. Eben überall dort, wo Gleichgesinnte aufeinandertreffen, in deren Portemonnaies auch der pekuniäre Pegelstand vergleichbare Höhen erreicht. In diesem Sinne war das Theater stets eine Beziehungsbörse, an der Freundschaften, Liebschaften, Feindschaften unter dem Vorwand gemeinsamen Vergnügens zwanglos auf den Prüfstand kamen.
Freilich gilt für all das: Es war einmal … Aber der Wunsch nach Geselligkeit ist geblieben. Wer beobachtet, wie Abonnenten einander frohgemut begrü.en – «Ist das schön, euch wiederzusehen! Du hast ja mindestens drei Kilo abgenommen, wohl vegan geworden, was?» –, der weiß: Wie fast überall im Leben bleibt auch im Parkett niemand freiwillig allein. Was erwartungsgemäß auch jede Erhebung bestätigt, die nach Wunsch und Wirklichkeit der Theaterbesucher fragt.
Von Karlsruhe bis Braunschweig, von Köln bis Oldenburg haben Intendanten in den letzten Jahren ihre Kunden befragen lassen, und der Bühnenverein hat ...
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Tanz Juli 2018
Rubrik: Warm-Up, Seite 1
von Dorion Weickmann
Rodin et la danse
Auguste Rodin will der Bewegung auf den Grund kommen. Vor allem seine «Mouvements de danse», die zwischen 1911 und 1913 entstehen, lassen erkennen, wie analytisch er dabei zu Werke gegangen ist. Rodin bricht die Bewegung, zerlegt sie in einzelne Phasen und experimentiert so lange mit den plastischen Bausteinen, bis eine Motion seiner...
Deutschland
Alfter
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Tanz/Eurythmie auf der Bühne, in Pädagogik, Therapie sowie im öffentlichen Raum. Weltweit große Nachfrage in allen Berufsfeldern. 4-jähriges Bachelorstudium und Aufbaustudiengänge mit Abschluss Master of Arts, Fachgebiet Eurythmie Leitung: Prof. Alexander Seeger. Villestr.3, D-53347 Alfter Tel....
Alles, was im Wachstum begriffen ist – Pflanzen und Kinder – wird in einem riesigen Glaskasten verwahrt. Ein Gewächshaus, das gleichsam als letzte Kolonie die Zukunft des Lebens in sich birgt. So sieht das Ambiente aus, in das Wayne McGregor seine Fassung von Strawinskys «Sacre du printemps» einpasst. Und das genau fünf Jahre, nachdem er den Auftrag, das Werk am...
