Die Lehrerin: Polina Semionova
Sie sind gemeinsam von der Hochschule für Schauspiel «Ernst Busch» und der Staatlichen Ballettschule Berlin ab sofort zur Honorarprofessorin ernannt worden. Seit Sie 2012 das Staatsballett Berlin verlassen haben, tanzen Sie mit dem American Ballet Theatre und gastieren weltweit, etwa beim Bayerischen Staatsballett, an Semperoper und Mailänder Scala sowie am Sankt Petersburger Mikhailovsky. Was bedeutet Ihre Ernennung unter diesen Umständen konkret?
Ich werde Training geben und Repertoire coachen und zwar je nachdem, wie es mir meine Zeit erlaubt.
Ich kann nicht ständig präsent sein. Aber wenn ich in Berlin bin, unterrichte ich auch.
Auf ein Training kann man sich vorbereiten. Doch wie steht es mit dem Repertoire-Unterricht? Haben Sie da eigene Vorstellungen, oder gehen Sie auf das ein, woran gerade gearbeitet wird?
Das letzte Mal zeigten mir die Schülerinnen, woran sie mit ihrem eigenen Lehrer gerade gearbeitet haben. Je nachdem korrigiere ich das Gezeigte oder erkläre, was sich dabei alles in meinem Kopf abspielt, wenn ich diese oder eine andere Variation sehe. Es kann aber auch durchaus geschehen, dass ich für meinen Unterricht eigens eine Variation erarbeite, ...
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Tanz Januar 2014
Rubrik: praxis, Seite 72
von
Es gibt eine Menge Möglichkeiten, Künstler zu zermürben. Man kann sie verunglimpfen, finanziell aushungern, totschweigen. Eine der effektivsten Strategien aber ist: Künstler im Subventionsclinch gegen andere Künstler in Stellung zu bringen. Wie das funktioniert, hat Berlins Regierender Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit kürzlich vorgemacht. Seine...
__________________nurejews salon
Russische Geschäftsleute, die mit Limousinen, Yachten und Palästen protzen, können sich als Gefangene des Neureichen-Syndroms auf einen berühmten Landsmann berufen. Rudolf Nurejew scheffelte Millionen. Nur hielt er keine Anteile an Scheinfirmen und zahlte keine Schmiergelder. Er tanzte, und das an etwa 250 Abenden im Jahr....
ein Chinese, der seiner Heimat entfloh, weil ihn – wie so viele andere Künstler auch – der Machtrausch der Mao-Nachfahren in die Enge trieb. Viele Jahre später kam ihm ein Nationalepos in den Sinn, das von Aufbegehren und Wagemut kündet, und so erzählte er diesen «Traum der roten Kammer» neu, mit den Mitteln des Tanzes. Was geschah? Kaum hatte er seine...
