flocks
Nir Arieli, welche Idee liegt Ihrer «Flocks»-Serie zugrunde? In «Flocks» bin ich der Frage nachgegangen, was in den Körpern von Tänzern übrig bleibt, wenn der Tanz geendet hat. Wenn die Bewegung den Körper verlassen hat, der performative Akt erschöpft ist und nur noch die Möglichkeit von Bewegung unter der Oberfläche zurückbleibt. Was den Titel «Flocks» betrifft: Im Hebräischen verwenden wir dasselbe Wort für (Tanz-)Kompanie und Tierherde. Man könnte es übersetzen mit «Gemeinschaft von Tieren einer Art, die zusammen fressen, ruhen oder umherziehen».
Das beschreibt ja so ziemlich annähernd, was auch eine Tanzkompanie kennzeichnet. Tänzer sind Individuen, und die Kompanie verbindet sie auf eine äußerst intensive Weise. Sie kreieren, trainieren, performen und reisen miteinander. Da entstehen sehr enge und komplexe Beziehungen – das hat mich fasziniert.
Nach welchen Kriterien haben Sie die Kompanien ausgewählt und wie haben Sie mit den Tänzern gearbeitet? Ich habe Kompanien ausgewählt, die ich im zeitgenössischen Tanz für repräsentativ halte. Da ich glaube, dass Tanz eine universelle Sprache ist, war mir wichtig, in den USA, in Europa und im mittleren Osten zu arbeiten. Ich habe etwa ...
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Tanz November 2016
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Marina Dafovav
Das viele gute Porzellan. Wie es am Ende summt und klingelt, vibriert und hüpft, dann springt und zu Bruch geht. Bei Grace Ellen Barkey, in «For-ever», geht das Geschirr in Scherben – bevor ein Traum aus blühenden Orchideen über die gesamte Bühne gleitet und Hoffnung verbreitet.
Herrlich passt das jüngste Stück der Mitgründerin der Needcompany, uraufgeführt beim...
Zwischen Europa und Afrika den Spieß einfach mal umdrehen. «Mozart kolonisieren», nennt Robyn Orlin das. Und macht daraus eins der besten Soli seit Langem. Ausgangspunkt: Johannesburg. Ziel: Ein «Requiem für die Menschheit». Bei so viel Ambition ist der ganze Titel noch etwas länger als bei Orlin üblich: «And so you see… our honourable blue sky and ever enduring...
Es könnte ein Museum sein. Es hängen jedenfalls jede Menge Bilder an den Wänden, und in einem Nebenraum, anfangs noch von einer Plastikfolie verhängt, figuriert Hun-Mok Jung als lebensechtes Kunstwerk. Doch ganz hinten in einem Kabuff ist ein Sarg zu sehen, und hinter einer Glasscheibe scheint ein Aufnahmestudio eingerichtet, in dem gerade die letzten Atemzüge...
