Pino Mlakar
Der Tänzer, Choreograf und ehemalige Münchner Ballettdirektor Pino Mlakar, einer der letzten Künstler, der noch persönlich mit Richard Strauss zusammengearbeitet hat, ist am 30. September im 100. Lebensjahr in seinem Geburtsort Novo mesto verstorben. Gemeinsam mit seiner deutschen Frau Pia, die er in den 1920er Jahren im Berliner Tanzinstitut Rudolf von Labans kennengelernt hatte, übte Pino Mlakar Ballettmeisterfunktionen in Darmstadt (1929 bis 1930), Dessau (1930 bis 1932), Zürich (1934 bis 1938) und München (1939 bis 1944) aus.
1945 kehrte das Künstlerpaar in die slowenische Heimat Pino Mlakars zurück und arbeitete – wie schon vor dem Zweiten Weltkrieg – an verschiedenen Stadttheatern Jugoslawiens. Ab 1946 übernahmen die Mlakars das Ballett am slowenischen Nationaltheater in Ljubljana. Dort wurde Pino Mlakar im selben Jahr auch zum Professor für Tanzgeschichte und Bühnenbewegung an die Akademie für Theater, Radio, Film und Fernsehen berufen. Beide Positionen hatte er bis zu seiner Pensionierung Ende der 1960er Jahre inne.
Von 1952 bis 1954 wurde Pino Mlakar nochmals die Leitung des Balletts der Bayerischen Staatsoper übertragen. In diesem Zeitraum beendete das Tänzerehepaar ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Nein
sagt Vlado Gotwan Repnik. Wir sitzen in einem alten Café in Ljubljana. Repnik choreografiert Theatervorhänge, lässt sie öffnen und schließen, heben und senken. Ihre schwingenden Bewegungen findet er interessanter als die von Tänzern. 2023, sagt er, wird die alte Trennung der Künste aufgehoben sein. Choreografie wird schon jetzt immer theaterlicher. Theater...
War es Kitsch oder unbeschwerter Charme, schwingend getanzte Form des Jugendstils oder Walzerklebrigkeit? Noch ist eine ganze Reihe Damen zu befragen, die bei Grete Wiesenthal (1885-1970) persönlich an der Wiener Akademie studiert haben. Und noch heute wird an der Ballettschule der Wiener Staatsoper Wiesenthal-Technik unterrichtet. Auch in den Tanzbeiträgen des...
Buch um Buch beleuchtet Ort und Zeit, wo alles begann und wie sich zeitgenössischer Tanz fortentwickelt. So löst sich die Tanzforschung vom pur Anekdotischen. Politik, Avantgarde, Gender, Körperkonzepte sind Themen kritischer Durchleuchtung. Lothar Fischers Buch Anita Berber – Göttin der Nacht ist der Rückfall ins reine Erzählen. Minuziöser noch als in seinen...
