Xavier Lot

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Xavier Lot, Sie arbeiten seit vielen Jahren in Afrika, wie sehen Sie den Kontinent?
Die Kreativität in Afrika ist so beeindruckend wie der Kontrast zwischen dem Reichtum der Natur und der Armut der Bevölkerung. Als Kamerun 1957 seine Unabhängigkeit erklärte, sagte Charles de Gaulle: Kein Problem, aber wir behalten die Bodenschätze. Das gilt bis heute. Etwa siebzig Prozent Kameruns sind im Besitz des französischen Konzerns Bolloré. Die Konsequenz: Offiziell sind in Yaundé neunzig Prozent der Bevölkerung arbeitslos. Also alle außer den Beamten.

Und jeder rennt, um Tag für Tag seine «kleinen Dreitausend» zu verdienen, das Kleingeld zum Überleben. Aber so funktioniert ja auch dieses Spiel namens Fußball. Für den besitzt Kamerun immerhin eine Infrastruktur, aber nicht für Musik, geschweige denn für Tanz. Die Kultur wird von einer Elite vereinnahmt. 

 

Simon Romuald Abbé, auch wenn Sie kein zweiter Fußballgott Eto’o sind – als ich Sie auf der Bühne sah, mit Ihrer Körperbeherrschung, fragte ich mich, warum Sie die nicht im Sport einsetzen, um richtig Geld zu verdienen?
Ich habe natürlich im Fußball begonnen, habe ein paar Pokale gewonnen und natürlich versucht, Profi zu werden. Aber es ...

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Tanz Juni 2010
Rubrik: menschen: fußball in afrika, Seite 28
von Thomas Hahn

Vergriffen
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