DVD
Für Margaretha Geertruida Zelle, geboren 1876, standrechtlich erschossen 1917, haben sich die niederländischen Kreativen nach ihrem Tod nicht sonderlich interessiert, obwohl sie eine der Ihren war. Jetzt aber hat Het Nationale Ballet (tanz 4/16) am Mythos der Schönheitstänzerin und angeblichen Spionin, die unter dem Künstlernamen Mata Hari weltberühmt wurde, doch Gefallen gefunden. Nach einer gescheiterten Ehe auf Java suchte Mata Hari in Paris ihr Glück und geriet in die Wirren des 1. Weltkriegs.
Die Ballettbühne betrat sie erstmals 1993 in Stuttgart in Gestalt der alternden Marcia Haydée.
Jetzt tanzt Mata Hari in einer aufwendigen Produktion, choreografiert von Ted Brandsen. Man sieht eine kühle Bahnhofshalle, ein halbseidenes Gunstgewerblerinnen-Leben und erkennt vor allem: Alles an Mata Hari war gefälscht – der Name, die Profession, jede Gefühlsregung. Es ist nicht mal sicher, ob sie wirklich zur Spionin taugte oder nur dazu erklärt wurde. Zu Tarik O’Regans Auftragspartitur entfaltet sich in vorüberhuschenden Bildern ein planes Tanz-Stationendrama. Matas roter Schal, den sie als Kind beim Vater sieht und den sie trägt, als sie erschossen wird, ist dabei wichtige Metapher und ...
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Tanz Februar 2017
Rubrik: Medien Februar 2017, Seite 60
von Manuel Brug
Bad Soden
Ballettschule Ulrike Niederreiter
Ballettschule Ulrike Niederreiter
Dipl. Ballettpädag. Ballett/Jazz/Modern/Charakter/tänzerische Früherziehung. Ausbildung bis zur Akademiereife. Ballettmärchen.
An der Trinkhalle 2B, D-65812 Bad Soden/Ts., Tel. +49-6196-228 49 www.ballett-badsoden.de
Bamberg
Tanzwerkstatt
Stätte für Zeitgenössischen Tanz. Nürnberger...
Das Tanzquartier Wien ist wieder unter der Haube. Zur Erinnerung: Erst war es mit Sigrid Gareis vermählt, die zweite Ehe mit Walter Heun läuft mit dieser Saison aus. Der dritte Bund wird zu Beginn des kommenden Jahres wirksam – mit Bettina Kogler, die zuvor neun Jahre lang das Festival «imagetanz» des Wiener Theaters brut geleitet hatte. Ab 2013 widmete sie sich...
Als Tänzer tritt er heute nur noch wohldosiert in Erscheinung. Der Bühne bleibt er dennoch treu. Mikhail Baryshnikov widmet seine beeindruckende Erfahrung als Performer inzwischen vornehmlich anderen Projekten – aktuell zu Ehren seines Freundes, des exilierten russischen Dichters Joseph Brodsky, der 1996 verstarb.
Für die Produktion «Brodsky/Baryshnikov», in Szene...
