wien: patrick de bana «marie antoinette»
Patrick de Bana ist ein in Hamburg geborener Choreograf mit nigerianischen Wurzeln. Am Wiener Staatsballett bot ihm der neue Hausherr, Manuel Legris, ein erstes abendfüllendes Ballett an. Legris sah ihn nämlich im letzten Frühjahr tanzen: mit Agnès Letestu in dem von Bana selbst kreierten Pas de deux «Marie Antoinette». Diesen hat Bana nun zu einer weiß Gott opulenten Szenenfolge erweitert, die sich vor allem dem Innenleben der Tochter Maria Theresias widmet, mehr als einer stringenten Handlung zu gehorchen.
Bevor die aus funkelnden Kristallen bestehenden Lichtbahnen von der Bühne schweben und den spiegelnden Ballsaal am Wiener Hof (Bühnenbild: Marcelo Pacheco) erstrahlen
lassen, tauchen zwei unheimliche Gestalten im blauen Dämmerlicht auf: Schicksal und Schatten. Das Paar begleitet von nun an Marie Antoinette. Für die männliche Rolle des schwarz gekleideten Schicksals hat Bana eine spezielle Bewegungssprache gefunden: abgehackte Bewegungen, die, von einer fremden Macht gelenkt, nicht aus dem Körper selbst entstanden scheinen. Mitunter trägt der Tänzer Marie Antoinette und ihre Schwägerin Elisabeth wie Puppen über die Bühne und stellt sie einfach wieder ab. Ihm beigegeben ist als ...
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Tanz März 2011
Rubrik: kalender, Seite 50
von Ditta Rudle
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