Tanzen mit Vladimir Malakhov
Klar, Vladimir Malakhov hat etwas zu sagen, und seine beiden Schüler scheinen davon auch zu profitieren. Drei Szenen hat der Intendant des Staatsballetts Berlin jeweils für seine in Japan produzierten «Master Lessons» ausgewählt, um die beiden Youngsters vom Tokyo Ballet nicht zu überfordern – und da das Coaching auf Englisch geschieht (mit einer ganz und gar nicht maulfaulen Übersetzerin im Hintergrund), hat auch hierzulande der Außenstehende etwas von seiner Innenschau.
Bei beiden «Stunden» geht der Meister nach demselben Schema vor: Erst blendet er beispielhaft eine Vorstellung mit Diana Vishneva («Giselle») oder Julie Kent («Schwanensee») ein. Um anschließend mit Chika Saeki und Naoyoshi Nagase nicht bloß das Schrittmaterial eines romantischen Balletts zu proben, sondern auch den emotionellen Ernstfall. Nicht Perfektion macht einen Pas de deux vollkommen, Wahrhaftigkeit erreicht ein Ballett erst durch den Blickkontakt der beiden Interpreten, durch das rechte Timing ihres Tanzes – überhaupt durch ein Gefühl, das sich dem Zuschauer erst mitteilen muss. Malakhov wechselt ständig zwischen den Rollen hin und her, und wie der Zettel in Shakespeares «Sommernachtstraum» würde er auch ...
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Wie investiert man in den Tanz? Die John Cranko-Schule in Stuttgart braucht einen Neubau, der zum 50. Geburtstag des Stuttgarter Balletts 2011 auf landeseigenem Gelände stehen soll. Kosten des Probenzentrums: mindestens 28,5 Mio. Euro. Baden-Württemberg gibt die Hälfte dazu – nun hat Stuttgart die Haushaltssperre verhängt, von der der Oberbürgermeister und das Land...
«It’s finally happened. Like John, Merce went out during a fierce thunderstorm on a humid day. The company opened up the studio to the wider family of several hundred former staff, and all day long there was a procession of people coming through. All day I’ve felt enveloped in a substance like honey or corn syrup. I can’t believe how many people I met through...
Manche Geburtstage haben es in sich. Am 6. Juni wurde Valentina Savina siebzig, und das Staatsballett Berlin würdigte seine Chefballettmeisterin zu mitternächtlicher Stunde mit einem «Happy Birthday», gesungen in 32 Sprachen. Dass der Jubel-Akt nach einer «Onegin»-Aufführung nicht auf der Bühne stattfand, sondern im Kasino der Staatsoper, ließ sich noch irgendwie...
