TanzRaumBerlin
In der deutschen Hauptstadt soll möglichst bald ein TanzRaumBerlin entstehen, der weder Tanzhaus noch Choreografisches Zentrum sein will, sondern ein «integratives Konzept»: eine «Schnittstelle für Kunst und Wissenschaft, Kreation und Reflexion». So steht es in einem Strukturpapier, das gemeinsam vom Dachverband Zeitgenössischer Tanz Berlin, Dock 11/Garbáty, Hebbel am Ufer, Mime Centrum, Sasha Waltz & Guests, sophiensæle/Tanztage Berlin, tanzfabrik und TanzWerkstatt entwickelt worden ist.
Was darin etwas vollmundig als «Ideenreservoir, Diskurs und praktischer Realisierungsprozess einer auf Nachhaltigkeit angelegten Perspektive» bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit ein «Arbeitsort», der die Autonomie und Initiativen bestehender Institutionen nicht berühren soll. Darum gibt es künftig auch keinen Künstlerischen Leiter, sondern einen Koordinator, der auf erhofften 5500 qm die Vergabe der insgesamt neun Studios steuert. Ergänzend soll ein hochschulorientierter Studiengang für Tänzer und Choreografen eingerichtet werden, dazu eine Mediathek: alles Projekte, deren Notwendigkeit jede Diskussion erübrigt.
Kultursenator Thomas Flierl zeigte sich von der Idee eines TanzRaumBerlin so ...
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Nein, das ist es noch nicht. Die Tänzerin steht zu weit vorn. Ein paar Schritte weiter nach hinten, korrigiert der Choreograf Javier Latorre, derzeit der wohl bekannteste Flamencoregisseur. Und von dort dann nach vorn, mit Kraft in die Drehung, die sich in sanftem Schwung auflöst. Zurück, ein neuer Versuch, dann ist der Meister zufrieden. «¡Eso es!», «Das ist es!»,...
Bei der Berlinale im Vorjahr gab es zwei wunderbare Tanzfilme, die später in die Kinos kamen und mit großem Erfolg noch immer laufen: «Rhythm Is It!» und die HipHop-Fantasie «Status Yo!» von Till Hastreiter (ballet-tanz 04/04). Auch in diesem Jahr waren zwei Filme zu sehen, die sich mit Tanz beschäftigten. Aber «wunderbar» ist für beide nicht das richtige Adjektiv.
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Umgangssprachlich meint der brasilianische Ausdruck «Samba do crioulo doido» (Samba des verrückten Kreolen) Verwirrtheit. «Samba do crioulo doido» nennt sich nicht ganz zufällig auch die neue Arbeit des in São Paulo lebenden Tänzers und Choreografen Luiz de Abreu. Denn was er tanzt, stiftet Verwirrung. Er wirbelt und verwirbelt die Themen eines Landes voll sozialer...
