rocío molina

rocío molina

Tanz - Logo

beim Wachsen zuzusehen, ist ein unglaubliches Vergnügen. Immer wieder bin ich überrascht. Und fasziniert und manchmal auch gerührt. Natürlich haben Israel Galván, Andrés Marín und Belén Maya den Weg bereitet, aber an ihnen haftet das Flamenco-Etikett wie diese kleinen Klebeschildchen, die man nicht vom Finger bringt. Erst dieser selbstbewussten, willensstarken und hochbegabten Person gelang es, sich zu befreien. Sie ist Tänzerin, das vor allem.

Ob man das Wort «Flamenco» nun voranstellt oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen, aber es ist nicht mehr unbedingt notwendig, um die Kunst der Rocío Molina zu definieren. Natürlich ist der Flamenco ihre Basis, ihr Werkzeug, aber er ist nicht ihr Gefängnis. Sie hat so viele Fähigkeiten, dass es ein Jammer wäre, sie einzuschränken. Bei allem, was sie tut, ist sie so unspektakulär, dass man glaubt, was sie immer wieder beteuert: Sie will nicht provozieren und hat auch kein Sendungsbewusstsein. Getrieben von Neugier, wagt sie sich auf unsicheres Terrain, tänzerisch wie musikalisch. Weshalb auch ihr neues Stück «Bosque ardora» von den Puristen heftig kritisiert wurde. Die junge Generation der Flamencas wird jedoch nicht müde, sich jedes ihrer ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 169
von Susanne Zellinger

Weitere Beiträge
marcos morau

Es gab beim letztjährigen Berliner «Tanz im August» mit Marcos Moraus La Veronal ein Ensemble, das später als Shooting-Truppe der Saison herumgereicht wurde. Mit Recht. Was Morau in «Siena» mit wunderschönen Tänzerinnen in einem Museumsambiente – Tizians «Venus von Urbino» an der Wand – entfesselte, war so fein anzusehen wie spannend rätselhaft. Zu barocken Klängen...

alexandre achour

hat – unter anderem – an der London Contemporary Dance School studiert. Er könnte demnach richtig und schön tanzen. Oder tanzen lassen. Lieber vertraut er aber auf die Imagination, und zwar die der Zuschauer. Die haben ja ohnehin immer schon alles gesehen, behaupten sie jedenfalls. Sollen sie sich doch ihren eigenen Tanz im Kopf ausmalen. Und wie Achour in...

die sprache der gefühle

Tanz und Musik können die ganz großen Gefühle aus uns herauskitzeln: Wenn Zuschauer sich bei Béjarts «Boléro» vor Leidenschaft verzehren oder leise schluchzen, kaum dass «Giselle» das letzte Mal für ihren Geliebten tanzt, hat der Verstand Sendepause. Emotionen sind eine ziemlich komplizierte Sache. Viele Systeme in Gehirn, Körper, im Bewussten und Unbewussten...