stuttgart: Katja Erdmann-Rajski: «Passion. Matthew’s Party»

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Nein, er heißt nicht Matthew. Bei dem Mann, der sich auf der Bühne im Stuttgarter OST zunächst noch als Gastgeber erprobt, handelt es sich um Levent Gürsoy. Schnell noch ein paar Breakdance-Moves, bevor die Eingeladenen kommen. Eine Pose. Irgendwann findet er einen roten Lackpumps, den eine flüchtige Bekanntschaft offenbar zurückgelassen hat. Ihn sich an die Wange schmiegend, scheint er sich in Gedanken noch einmal seiner Leidenschaft hinzugeben.

Während er das Objekt seiner Begierden sozusagen bekniet, setzt auch schon Bachs «Matthäus-Passion» ein, die «Matthew’s Party» ihren Namen gibt.

Im dritten und letzten Teil ihres «Tanz(Lab)Oratoriums» spielt Katja Erdmann-Rajski mit der Doppeldeutigkeit des Begriffs. Zwischen Lust und Leiden pendelt ihre «Passion», und das bruchstückhaft zu einer Musik, die nicht unbedingt zu einer Party passen will. Doch die Losung ist ausgegeben, und nacheinander trudeln denn auch die Gäste ein, die für das zeitweilige Zusammensein einen Modus vivendi finden müssen. Wie könnte man sich einen Abend lang paaren? Wessen Gefühle werden erwidert? Welche laufen ins Leere? Nicht nur auf der Couch werden immer wieder die Beziehungen zwischen Mann und Frau, Frau ...

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Tanz Januar 2015
Rubrik: kalender und kritik, Seite 46
von Hartmut Regitz

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