Tanztheater Wuppertal
Vor einem Jahr starb Pina Bausch. Ihr Werk lebt. Das Tanztheater Wuppertal trägt es auf seinen Gastspielreisen weiter hinaus in die Welt. Die Nachfrage ist rund um den Globus ungebrochen. Zu Hause, im Bergischen Land, studiert die Kompanie Klassiker wie «Viktor» und «Danzón» wieder ein – ein neues Stück kann es ja nun nicht mehr geben. Dominique Mercy, der künstlerische Leiter, und das Ensemble haben mehr zu tun denn je.
«Die viele Arbeit treibt uns an», sagt der Franzose. Irgendwann wird ein neuer kreativer Prozess beginnen.
Noch, sind sich alle einig, ist es dafür zu früh. Die Stimmung sei eigentlich ganz schön. Das Wichtigste für alle sei weiterzumachen. «Trotzdem», erzählt er, «bei den Proben zu den alten Stücken war zu spüren, wie dünn das Eis ist. Wir sind alle noch sehr verletzt und fragil.»
Für Pina Bausch sei es immer das Wichtigste gewesen, nicht aufzugeben. Auch ein Jahr danach ist die Kompanie noch so zusammen, wie sie war. Streit um Aufführungsrechte gibt es nicht. Dass es auch anders hätte laufen können, zeigt das Beispiel Martha Graham. Deren Truppe brach nach ihrem Tod beinahe auseinander, weil die Erben sich über die Rechte an ihrem Werk nicht einigen konnten. ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Das Ballett der Freien und Hansestadt Hamburg ist weltbekannt. John Neumeiers Kompanie hat 59 Mitglieder. Drei weitere Tänzer und acht Eleven werden von Sponsoren finanziert. Aus dem Etat der Hamburgischen Staatsoper erhält das Hamburg Ballett acht Millionen Euro; mit Einkünften durch Gastspiele und Spenden verfügt es über rund 14 Millionen Euro. Das Ballett...
Was in München bislang immer mehr oder weniger danebenging – Künstler, die sich in der bayerischen Landeshauptstadt ansiedelten, auch zu halten –, scheint nun doch zu gelingen. Nach Stefan Dreher und Philip Bergmann kam zuletzt Richard Siegal in die Stadt. Im Gepäck hatte er seine langjährige Erfahrung als Forsythe-Tänzer, sein herausragendes Renommee und die...
Bald wird das alles der Vergangenheit angehören – das winzige Büro mit den stoffbespannten Wänden («in eigener Regie verschönert»), der Besprechungsraum nebenan («viel Buch auf wenig Regal»), überhaupt der ganze Flügel im Verwaltungstrakt der Berliner Staatsoper, in dem das Berliner Staatsballett residiert. Denn die Tänzer und ihr liebevoll «Vladi» genannter Chef...
