Das liebe Geld

Die Gabe, die Habe: Nachweihnachtliches über das Geschenk der Tanzkunst an ihre Zuschauer.

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Weihnachten ist vorbei, die Menschheit ist beschenkt. Ihre Hand aufs versteinerte Herz verrät: Nächstes Jahr werde ich so was nicht noch einmal schenken. Und selber werde ich mir auch nichts mehr wünschen. Für sagenhafte 25 Milliarden Euro oder pro Kopf über 300 Euro soll hierzulande Zeug unter den Baum gelegt worden sein, das keiner will. Dabei wäre mit 25 Milliarden Euro vielen anderen durchaus besser geholfen. Aber auch die freilich würden gern ihre Hand aufs Herz legen und sich wünschen: Gäbe es doch nur eine Möglichkeit, Geschenke auch ablehnen zu dürfen. Dürfen sie nicht.

Weil das Geschenk scheinbar zum altruistischen Warenverkehr gehört: Ich gebe, was dir fehlt. Das könnte für ausgleichende Gerechtigkeit stehen. Aber in jedem Geschenk ist zugleich auch die paternalistische Geste enthalten, die sagt: Ich weiß, das ist es, was du dir immer gewünscht haben solltest. Die Geste des Schenkens meint auch immer zu wissen, was gut für mich sei. Das ist die Botschaft der neuen Krawatte, des neuen Telefons, des neuen Skianzugs. Wäre es da nicht viel gescheiter, mir gleich das Geld zu schenken? Dann zeigte ich dir, was ich mir selber hätte leisten wollen. Weihnachten wäre ein großes ...

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