zahltag
Dieter Haselbach ist ein mitteilsamer Zeitgenosse, wenngleich mit stiller Reserve. Er wirkt kulturbewandert, theateraffin und auskunftsfreudig, solange die Fragen nicht ans Konkrete rühren. An Honorare, Auftraggeber, Entscheidungsfindungen. Dann lehnt sich der schmale Mann zurück und lässt ein feines «Nööö» über die Lippen zischen. Betriebsgeheimnis, Diskretion. Beides gehört zu seiner Profession. Haselbach berät Politiker und Kultureinrichtungen, die in die Bredouille geraten sind.
Alles andere als diskret, ja nachgerade ein Paukenschlag war das, was der Soziologe 2012 gemeinsam mit drei anderen Kollegen auf den Buchmarkt warf: eine Streitschrift wider den drohenden «Kulturinfarkt», ein Plädoyer auch für die knallharte Evaluation und Sanierung der deutschen Theaterlandschaft. Viele Häuser, so das Fazit, seien verzichtbar. Die Betroffenen schäumten, die Feuilletons fielen fast ausnahmslos über das Publizisten-Quartett her. Die Provokation war gelungen.
Provokation? Von wegen. Haselbach hat eine Mission: Raus aus dem Stillstand, den er allenthalben diagnostiziert. Dieser Aufgabe widmet er sich in Theorie und Praxis, als Autor einschlägiger Artikel einerseits, als Geschäftsführer der ...
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Tanz Oktober 2014
Rubrik: ideen, Seite 64
von Dorion Weickmann
ausschreibungen_____
«Int. Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart», 12.–15. März 2015
Competition for contemporary choreographers and young dancers
Online registration till 11. November
hommage-tanja-liedtke.de
«Tanzfonds Erbe»
Fördergelder für Choreografen, Tanzinstitutionen und Theater, die sich in künstlerischen Projekten dem Tanz des 20. Jahrhunderts widmen.
Drei...
bildband_________
birgit keil
Sie war die große deutsche Ballerina der Cranko-Zeit, zu ihrem 70. Geburtstag im September ist nun das zweite Buch über Birgit Keil erschienen, das auch ihre spätere Karriere als Pädagogin, Akademie- und Kompaniedirektorin würdigen will.
Geschrieben hat es Wiebke Hüster, meinungsfreudige Ballettkritikerin der «Frankfurter Allgemeinen...
«Saugut!!!», urteilt die «New York Times», und wo sie recht hat, hat sie recht: Der «Schweinesee», den das Bolschoink Ballett im Mettropol-Theater zeigt, hat es in sich. Schon beim Anblick der Werbeplakate kann einem das Wasser im Mund zusammenlaufen, und dem Wolf, der sich in ein abgelegenes Quartier seiner Stadt verirrt, knurrt ohnehin schon gewaltig der Magen....
