gelsenkirchen: breiner, dawson, fonseca «b3 vertanzt»
Sieben Jahre ist «Hold Lightly» alt. Im Rahmen eines «Beethoven»-Abends des Kevin O’Day Ballett Mannheim entstanden, nahm die damalige Solistin des Stuttgarter Balletts das Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll zum Anlass, «Zäsuren und Neuanfängen» nachzuspüren wie auch der «Frage nach dem Weitergehen und Zurücklassen und dem, was ihm folgt». Bridget Breiner stand seinerzeit scheinbar vor dem Ende ihrer Tänzerkarriere. Noch Ensemblemitglied, war eine Zukunft als Choreografin keineswegs ausgemacht.
Und auf eine Chefposition in Gelsenkirchen wagte die Amerikanerin aus Columbus, Ohio, nicht einmal in ihren kühnsten Träumen zu hoffen.
Im Musiktheater im Revier ist «Hold Lightly» jetzt in einer Neufassung zu sehen, die allenfalls im zweiten Satz die Problematik eines Entscheidungsprozesses ahnen lässt. Von Jürgen Kirner in ein metallisches Geviert gefasst, wirkt das Werk der inzwischen rundum erfolgreichen Ballettdirektorin anfangs wie eine Paraphrase von Goethes «Zauberlehrling»; die acht Tänzer und Tänzerinnen «schöpfen» spielend aus ihren Eimern. Doch das Objekt ist nur Mittel zum Zweck, denn Bridget Breiner entwickelt mit ihrem «Werkzeug» eine Möglichkeit, der Musik gerecht zu werden und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz März 2016
Rubrik: Kalender, Seite 38
von Hartmut Regitz
screening: moulin rouge
Das Moulin Rouge, gerade runderneuert (tanz 5/15), ist der traditionsreiche Amüsiertempel mitten in Paris, der Herren jeden Alters mit dem Anblick so schöner wie spärlich bekleideter Damen erfreut. Die noch dazu hinreißend tanzen. Aber was veranlasst Frauen im postemanzipativen Zeitalter, sich für die Kunst des Cancan zu schinden, barbusig...
Zürich hat einen neuen «Schwanensee». Und der ist der alte. Alexei Ratmansky hat anhand der Stepanov-Notationen die Fassung von Marius Petipa und Lew Iwanow aus dem Jahr 1895 zu rekonstruieren versucht. Eine immense Arbeit, für die nicht nur das Ballett Zürich und das Junior Ballett Schwäne stellen, sondern auch die Tanzakademie Zürich (tanz 2/16) und die...
Adolphe Binder und Aurélie Dupont, designierte Leiterinnen des Wuppertaler Tanztheaters resp. des Pariser Opernballetts (Seite 32 und 24), sind die Ausnahme. Aufs Ganze gesehen, gehört den Frauen bekanntlich weder die Hälfte des Kunsthimmels noch die Hälfte des irdischen Beritts. Quotierungskampagnen haben daran bislang so wenig geändert wie die Entdeckung,...
