Playlist (Track 1, 2)
Nur zehn Minuten dauert William Forsythes Kreation für das English National Ballet. Die aber haben es in sich. Forsythes Einfluss auf Choreografen, die sich an seiner Ästhetik orientiert haben oder es gegenwärtig tun, ist bedeutend, keine Frage. Im Wesentlichen, könnte man sagen, hat Forsythe aber nie etwas sonderlich anderes gemacht als George Balanchine: Er hat schlicht die Innovationsmöglichkeiten ausgelotet und ausgeschöpft, die sich in der hyperklassischen Linie verbergen, wie sie ihm erstmals in Balanchines «The Four Temperaments» vor Augen trat.
Für «Voices of America», mit dem das English National Ballet eine Hommage an die US-Choreografie unternimmt, ist allerdings kein Balanchine, sondern ein Jerome Robbins-Klassiker gebucht: «The Cage» ist der dritte, vorletzte Programmpunkt des Abends.
Virtuoser Paartanz
Den Auftakt macht Aszure Bartons «Fantastic Beings», ein deutlich von Forsythes Kunst inspiriertes Stück. Gezeigt wird im Rahmen des vierteiligen Programms sodann Forsythes «Approximate Sonata 2016», ursprünglich für vier Protagonisten-Paare der Pariser Oper zu Musik von Thom Willems gemacht. Ein subtil-liebliches Duett erweist sich hier, in der Umsetzung von Alina ...
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Tanz Juni 2018
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Mike Dixon
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