Choreografieren
Arbeitsweise (die): (trad.) Versuch, ein Handwerk zur Kunst zu treiben; (mittelhochdt.) Versuch, mit der Hand Kunst zu machen; (allg.) Versuch, alle Werke von Hand Kunst zu nennen; (Ballett) Versuch, Werke durch Handlung zur Kunst zu bewegen; (zeitgen.) Versuch, auf Händen die Kunst zum Werk zu tragen; (postmod.) Versuch, Kunst ohne den Druck von Hand und Werk zu betreiben; (akad.) Versuch, anhand von Werken Kunst zu unterrichten.
Ein Versuch gilt hierzulande nichts.
Weil erstens: Auf der Suche nach der Frage, wie man das Choreografieren lernt, der Versuch in unserem Sprachgebrauch gleichbedeutend ist mit seinem Scheitern. Ein Versuch ähnelt zu sehr der Versuchung. Man will choreografieren, man kann es ja versuchen, aber erwartet nichts Gutes. Denn keine Versuchung ist gut. Zweitens: Jede Suche behauptet die Abwesenheit des bereits Gelungenen. Warum nicht auf Bewährtes setzen, sondern weiter suchen, als wäre noch nicht da, was man sucht? Findet es. Denn das Wort «verfinden» gibt es nicht. Drittens folgt aus der Verunglimpfung der Versuchung und aus der Verächtlichmachung des Versuchs die Behauptung: Choreografie müsse lehrbar sein. Aber ist sie das? Alle hier interviewten Damen und ...
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zieht um. Ein Jahr lang dient ein Containerdorf auf dem jetzigen Sportplatz als Ausweichquartier für die Allgemeinbildung. Die alten Ballettsäle bleiben, bis der Neu- und Umbau die bisherigen Räumlichkeiten ersetzt. Schließlich heißt es auch weiterhin an der Erich-Weinert-Straße «Tradition bewahren – Neues wagen»: ein Konzept, das Gregor Seyffert seit fünf Jahren...
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