kristof van boven

kristof van boven

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Gerangel. Schwitzende Leiber ringen, gehen in den Clinch. Dann war der Griff zu fest, die Gegenwehr zu heftig. Zack, ist die Hose kaputt. Klafft am Po und rutscht über die Hüften. Kristof Van Boven macht ein unglückliches Gesicht. Später wird erst sein Kopf mit Ton eingepackt, bis er aussieht wie ein Elefantenmann, und dann mit dem Boden verspachtelt. Angenehm kann das nicht sein. Kristof Van Boven lässt es mit sich machen. Wie kein anderer Schauspieler der Münchner Kammerspiele gab er sich der Arbeit mit Meg Stuart hin.

Er war bei «It‘s not funny» dabei, bei «Built to Last» und kürzlich beim letzten Stück, das Meg Stuart für die Münchner Kammerspiele kreierte: «Until Our Hearts Stop», ein starkes Kaleidoskop obsessiven Verlangens, angesiedelt irgendwo zwischen magischer Bilderwelt und dem Horrorkeller eines Josef Fritzl. Kristof Van Boven immer mittendrin.

Auf den anderen reitend, gerollt werdend, rennend, ruckelnd, rammelnd, frisches Obst anbietend, sich an- und ausziehend. Er gibt den Conférencier, knallt gegen das Mikro. Er macht alles, und er macht es gut. Zuletzt macht er noch eine Liebeserklärung an München und sein Theater. Fünf Jahre war der belgische Performer Mitglied im ...

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Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 180
von Katja Schneider

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