Blanche Neige
Jean Paul Gaultier, Ihre aktuelle Kollektion ist also tatsächlich von der Arbeit zu «Blanche Neige» beeinflusst? Mir geisterte ja ständig der Name Angelin Preljocaj durch den Kopf. Endet das nicht wie «cage» (Käfig)? Plötzlich war meine Winterkollektion voller Petticoats, die sich wie dekorative Panzer von außen auf die Kleider stülpen. So ändern sich Form und Volumen der Körper.
Ich habe an den Korsetts die Querstreben und an den Petticoats die Längsstreben reduziert. Doch die Idee des Käfigs bleibt bestehen.
Welches Bild hatten Sie von Angelin Preljocaj? Vor ein paar Jahren sah ich «Helikopter» in Avignon. Das war der Hammer! Die Sensibilität, die Gestik und die Sinnlichkeit, die von seinen Kreationen ausgehen, machen seine Kraft und Modernität aus. Auch «Eldorado» war großartig. Wenn die Tänzer die Rahmen durchschreiten, wie im Morphing, dann kommt das meiner Ästhetik sehr nah. An «Blanche Neige» mitzuarbeiten, war daher sehr aufregend für mich. Ich arbeite ausschließlich mit Menschen, die ich bewundere, ob Régine ...
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