lin hwai-min

Seit 1973 kalligrafiert er reine Schönheit auf die Bühne. Beim «Movimentos»-Festival zeigt sein Cloud Gate Dance Theatre zwei Europa-Premieren, daheim in Taiwan hat er Besuch bekommen von Melanie Suchy

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Statt den Hinweis kaum sichtbar ans Ende zu schieben, soll er an den Anfang: Die Reise nach Taiwan verdankt die Autorin dem «Movimentos»-Festival in Wolfsburg, das das Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan einmal mehr ins Programm stellt. Bei den diesjährigen Festwochen der VW-Autostadt zeigt die weltberühmte Company neben «Rice» von 2013 auch die europäische Erstaufführung des allerneuesten Doppelabends von Lin Hwai-min – «White Water» und «Dust» –, der im November 2014 in Taipeh Premiere hatte.

Warum sich dafür eine Reise um die halbe Welt lohnt? Um dem Phänomen Cloud Gate ein wenig auf den Grund zu gehen – und dieser Grund liegt in dem Land selbst, in Taiwan, auf der Insel, in einem Staat mit latentem Existenzproblem an der Seite der riesigen Chinesischen Volksrepublik. In Europa unterhält mit ihm nur der Vatikan offiziell diplomatische Beziehungen.

Die Company trat im Herbst 2014 zum ersten Mal in Georgien auf. Zur Vorstellung kamen der Staatspräsident und der Oberbürger-meister, sie unterhielten sich dann auch mit Lin Hwai-min, der dort seine wunderbaren «Songs of the Wanderers» von 1994 aufführen ließ, auf der Bühne begleitet vom georgischen Rustawi-Chor. Ganz sicher hat der ...

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Tanz Mai 2015
Rubrik: menschen, Seite 22
von Melanie Suchy

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