Highlights
maastricht_________
tanztage
Maastricht wollte sich 2018 mit dem Titel Kulturhauptstadt schmücken. Daraus wurde nichts, auch wenn ein paar Bedingungen in Aachens Nachbarstadt längst erfüllt waren. So gibt es hier seit 15 Jahren die «Nederlandse Dansdagen», einen dreitägigen Marathon von zehn Uhr bis Mitternacht, um an einem einzigen Wochenende die besten Stücke aus den Niederlanden zu sehen – von Het Nationale Ballet über Keren Levi und Conny Janssen bis Emio Greco.
Seit genau 20 Jahren gelten zudem die Maastricht-Verträge, der Gründungsakt der Europäischen Union. Davon wollte man profitieren, den Tanz auch mit anderen Kulturkreisen konfrontieren und den belgisch-deutsch-niederländischen Euregio-Verbund intensivieren. Bekannt bleibt die Stadt trotzdem: durch ihre Tanztage.
Vom 4. bis zum 6. Oktober, nederlandsedansdagen.nl
berlin_________
nussknacker
Am neuen «Nussknacker» werden die Traditionsfanatiker ihre helle Freude haben, auch wenn die Einstudierung des Staatsballetts Berlin nicht zu den vom Tanzfonds Erbe geförderten Projekten gehört (siehe S. 54). Vasily Medvedev und Yuri Burlaka geht es nämlich um nicht weniger als um die behutsame Rekonstruktion der Uraufführung, also ...
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Tanz Oktober 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 31
von
Ein Märchen, das «zu lesen, zu spielen und zu tanzen» ist – so haben Igor Strawinsky und sein Librettist Charles Ferdinand Ramuz 1918 «Die Geschichte vom Soldaten» angelegt, erzählt in der Tradition des russischen Jahrmarkt-Theaters. Der Komponist machte, auch den Entbehrungen des Ersten Weltkriegs geschuldet, aus der Not eine Tugend und entwarf das karge Konzept...
Dem Tanzerbe zu huldigen, ist in der Ballettwelt nachgerade eine Pflichtübung. Aber was wurde Fabian Barba vor wenigen Jahren noch bestaunt, als er erzählte, er wolle Mary Wigmans Tänze – Entstehungszeit frühes 20. Jahrhundert – rekonstruieren. Heute liegt so was: voll im Trend. Dabei geht es der Sache nach um den Blick zurück innerhalb des eigenen Genres. Bei all...
Folklore, so sie nicht gerade aus Lemi Ponifasios Südsee-Atelier kommt, hat ein Image-Problem. Wer bekennt sich (abseits des Oktoberfest-Rauschs) schon freiwillig zu Lodenzwirn, zu Lederbux oder Dirndl? Wer drückt sich ohne Not einen Schwarzwaldhut mit tennisballgroßen Filzpuscheln aufs Haupt? Und wer kann den Anblick wadelpatschender Bajuwaren ertragen, ohne dabei...
