Philipp Contag-Lada
Was treibt Ballettdirektoren dazu, für ein, zwei vakante Stellen großangelegte Auditions auszuschreiben und so mit den Hoffnungen junger Tänzer zu spielen? Den Hunderten Anwärtern, die nach der ersten Runde eines Vortanzens in Theaterkantinen ihre Tränen mit einem schwarzen Kaffee herunterschlucken, ist es vermutlich kein Trost, dass «die Szene nun einmal so ist».
Offenbar ist ja die Tänzer-Persönlichkeit ein nicht unerheblicher Teil des Bühnenerlebnisses. Überdies erwirbt sich eine Kompanie ihren Ruf über Jahre durch konsistent kontinuierliche Arbeit.
Wenn es also so wichtig ist, aufwändig den Richtigen zu finden – was wäre da naheliegender, als so einen Tänzer auch halten zu wollen?
Ein paar Beispiele sprechen für langjährige Arbeits- und Vertrauensverhältnisse. Stuttgart mit seiner John Cranko-Schule und einem breit angelegten Eleven-Programm dürfte als hochklassige Kompanie wohl ebenso wenig in Frage stehen wie Wuppertal oder München.
Von Havarien wie dem Weggang des halben Ensembles einmal abgesehen, sollte es für einen erfahrenen und weltoffenen Choreografen kein Problem darstellen, eine frei werdende Tänzerstelle aus dem Kopf zu besetzen. Wer reist, die Ensembles anderer Häuser ...
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«Er ist einmalig», meint der ehemalige Ballettmeister und Direktor der John Cranko-Schule, Alex Ursuliak: «Er hat einen Sprung – wie Juri Solowjew einst. Er hat Beine wie kein anderer, beinahe weiblich schön. Er hat einen unglaublich geschmeidigen Körper, noch ganz jung in seiner Form, und ein Gesicht mit dem gewissen Etwas, so wie man es von Vaslav Nijinsky kennt:...
Der Tanzplan vor Ort nahm eine entscheidende Wende, als das Kuratorium mit der Bundeskulturstiftung die Idee entwickelte, nicht eine künstlerische Leitung einzusetzen, sondern die vorhandenen Mittel dafür zu benützen, um die Kommunen und die Länder in die Pflicht zu nehmen. Von diesem Moment an gewann der Tanzplan eine einzigartige kulturpolitische Dynamik....
The intimate universe of Ginette Laurin and her seven O Vertigo dancers is on view for the entire world to see. Because the world premiere of “ANGELs” represents a departure for the Montréal-based choreographer who since the start of her prolific career has solidified her reputation on the international stage with her poetic, physically dynamic dances. In truth,...
