Karin Sharp-Gurtner
Sie sagen, Pilates kann man nicht erklären, nur erfühlen. Es ist in der Tat schwierig, die Methode in wenigen Worten zusammenzufassen. Es geht um inneres Gleichgewicht, um die Balance zwischen Kraft und Beweglichkeit, um eine präzise Wahrnehmung und Ausrichtung des Körpers. Die positiven Auswirkungen des Trainings sind sehr schnell spürbar. Wir sehen das Tag für Tag, unsere Kursteilnehmer blühen mitunter richtig auf oder finden mit Pilates zu einer Lösung von Problemen, derer sie sich gar nicht bewusst waren.
Mein Vater ist eines der besten Beispiele: Nach jahrelangem Krafttraining war er zwar etwas viereckig, aber davon überzeugt, in toller Form zu sein. Eines Tages hat er gemerkt, dass er einfache Pilates-Übungen nicht ausführen konnte. Das hat ihn genervt, und er hat versucht zu verstehen, worum es geht. Heute hat sich sein Golfspiel erheblich verbessert, er ist insgesamt ein ausgeglichener Mensch. Denn bei Pilates geht es nicht nur darum, den Körper zu trainieren, die Methode hat auch einen geistigen Aspekt. Ich selbst habe mich in den letzten Jahren verändert, ich bin anpassungs- und genussfähiger geworden und habe meine Schweizer Strenge verloren.
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Marika Besobrasova
nannte sich im Gespräch einmal eine «Meisterin», denn «nur ein Meister hat das Recht, einem Schüler in die Seele zu sehen, seine Verhaltensweise zu bestimmen, aus ihm einen Künstler zu machen. In der Ausbildung durch seinen Lehrer muss der künftige Tänzer das ‹gewisse Etwas› entdecken, das wie ein Geheimnis in ihm liegt, das er zu erkennen,...
Sie sind die Stars der Stunde. Mit vier Kreationen, einer Art Werkschau, geht es für die beiden französischen Tänzer Cecilia Bengolea und François Chaignaud derart hoch hinaus, dass man sich fragt, in welche Gefilde der Hype noch führen mag. Oder wann der Absturz folgt. Mit «Castor & Pollux», soviel steht fest, stellen die beiden einen Höhenrekord der...
Erfolg zahlt sich nicht immer aus. Nicht mal Talent. Und Treue zu einem Ensemble wird womöglich sogar mit der Kündigung bestraft. So die bittere Berufsbilanz eines Balletttänzers, dessen Begabung so offensichtlich gewesen ist, dass ihn bereits mit 17 Jahren ein größeres Theater engagiert. 15 Jahre später sieht sich Roland W., wie wir ihn nennen wollen (der richtige...
